16.05.2019: Mercenaries verlieren 14-20 gegen den Vizemeister aus Frankfurt

Das Resümee von Headcoach Dale Heffron fiel zweischneidig aus: „Auf der einen Seite bin ich stolz, dass wir heute so ein ordentliches Spiel abgeliefert haben. Die Mannschaft ist auf dem richtigen Weg. Auf der anderen Seite aber auch verärgert, weil wir einen möglichen Sieg mit eigenen Fehlern wieder zu Nichte gemacht haben.“ Zum Déjà-vu Gefühl trugen die Mercenaries selbst bei. Mehrfach in guter und aussichtsreicher Position leistete sich Quarterback Jakeb Sullivan kostspielige Fehler. Umso ärgerlicher, weil der junge Amerikaner eigentlich wieder eine solide Partie ablieferte und mit fast 300 Metern Raumgewinn durch die Luft und zwei Touchdowns einer der besseren Spieler des Teams war.

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Saisonfinale in Ingolstadt

Die Ausgangslage für die Footballer der Marburg Mercenaries an diesem Wochenende ist klar: gegen Ingolstadt muss ein Sieg hier und München darf gegen Stuttgart nicht gewinnen. "Leider haben wir den Ausgang der regulären Saison nicht mehr selbst in der Hand," weiß Headcoach Dale Heffron vor dem Spiel gegen den bayrischen Tabellennachbarn und ergänzt: "Wir werden aber alles tun, um der Saison noch einen positiven Abschluss zu geben, sprich:
wir wollen gewinnen."

Die Marburger Footballer fahren nach dem guten Spiel gegen den Deutschen Meister Schwäbisch Hall mit erhobenen Hauptes zum letzten Spiel der regulären 2018er Saison. "Gegen Hall haben wir wieder das Herz und die Leidenschaft im Team gehabt, die ich sehe möchte," erklärt auch Offense Coach Patrick Griesheimer, der seine Mannschaft auffordert, mit dem gleichen Einsatz in das Spiel gegen die Dukes zu gehen: "Wir wollen den Sieg in
Ingolstadt und alles weitere sehen wir dann." Damit meint der Trainer natürlich das Ergebnis in München. Kann München nicht gewinnen, wird ein Sieg der Mercenaries gleichbedeutend mit einem Platz in den Playoffs um die Deutsche Meisterschaft sein. "Das war und ist immer noch unser Saisonziel," so auch Sportdirektor Michael Dalkowski, der in seinem ersten Jahr gerne diesen Erfolg mit dem Team feiern möchte. Auch für die weitere Entwicklung der noch jungen Mannschaft um Spieler wie Alex Thury, Hendrik Schwarz oder Andrej Chernov wäre eine Playoff-Teilnahme sicherlich zu wünschen. "Wir werden am Samstag alles daran setzten, dass es mit den Playoffs noch klappt," verspricht der smarte Österreicher und Quarterback Alex Thury.

Der Headcoach der Ingolstadt Dukes Eugen Haas stapelt vor dem Spiel gegen die Lahnstädter dagegen tief. Zu sehr plagt ihn seit Wochen eine Verletzungsmisere, zu viele Spieler der ersten Reihe sind verletzt. "Uns geht es also ähnlich wie den Marburgern," erklärt Haas, der noch kein Match gegen die Nordhessen als Trainer gewinnen konnte. Beide Mannschaften hätten mit einer gesunden Truppe sicherlich weiter oben mitspielen können, weiß auch Haas: "Aber es ist wie es ist, gejammert wird nicht," so der bayrische Cheftrainer, schließlich kann man mit einem Sieg gegen Marburg bei einem gleichzeitigen Sieg der Stuttgarter gegen München sogar noch Vierter in der Tabelle werden.

Kick Off für die Partie im Ingolstädter ESV-Stadion ist 18:00 Uhr.