17.09.2018: Kick Off - Das GFL Football Magazin in der Mediathek verfügbar

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Zum Klassenprimus nach Hall

Ohne Druck, da ohne übertriebene Erwartungshaltung reisen die Marburg Mercenaries am Wochenende nach Schwäbisch Hall. Beim amtierenden Deutschen Meister geht es darum, das positive Momentum der letzten Wochen mitzunehmen und dem Klassenprimus der GFL- Süd einen großen Kampf zu liefern. "Abgeschenkt wird hier nichts", so Offensive Tackle Kai Stockfisch der sich hinsichtlich der Ausgangslage indes keinen falschen Vorstellungen hingibt. "Hall ist der klare Favorit, aber wir haben im letzten Jahr schon gezeigt, dass wir mithalten können, immmerhin standen wir beim Auswärtsspiel ganz knapp vor einem Sieg."

Die angesprochene 27:35 Niederlage aus dem letzten Jahr, bei der nicht wenige der Überzeugung waren, man hätte diese Partie "eigentlich" gewinnen müssen, ist es dann auch, aus der die heimischen "Söldner" Zuversicht ziehen. Zuversicht, dass man erneut mithalten und den Deutschen Meister eventuell überraschen kann. "Wir werden alles reinhauen, was wir haben und dann wird abgerechnet", bemerkt dazu Head Coach Dale Heffron, der auch die Querelen um den neuen, inzwischen wieder alten, Quarterback Robert Webber nicht als Ausrede geltend lässt.

Webber war, sehr zum Verdruß der Mercenaries Verantwortlichen, nur kurze Zeit nach der Ankuft und einem gelungenen Debut in Stuttgart, mit der Bitte um eine vorzeitige Heimreise vorstellig geworden. Dazu Präsident Carsten Dalkowski: "Natürlich bleibt die wahre Motivlage immer ein stückweit im Dunkeln, Fakt ist jedoch, dass es seitens des Spielers keinerlei Bemühungen gegeben hat, sich zu integrieren, bzw. der Sache eine realistische Chance zu geben. Wir hätten jetzt auch wieder die guten alten persönlichen Gründe herausholen können, die Wahrheit ist aber, dass die übereilte, aus unserer Sicht grundlose Abreise für viel Ärger gesorgt hat."

Aufgrund der nahenden "deadline" für Neuzugänge zum Ende Juni, wurde zuletzt fieberhaft eine Lösung für die Spielmacherposition gesucht und auch gefunden. Zac Cunha kommt von der Minot State University in North Dakota (Div. II) und soll jene Lücke füllen, die zunächst durch die Verletzung von Alex Thury und anschließend des Abgangs von Webber entstanden war. Zwischen 2012 und 2017 erwarf der Mann aus Rocklin, Kalifornien insgesamt 8.222 Yards und 52 Touchdowns. "Wir sind froh und glücklich kurzfristig einen so hochwertigen Ersatz gefunden zu haben, der uns in der Offense wieder mehr Variationsmöglichkeiten einräumt. Schließlich soll Silas nicht Ewigkeiten Quarterback spielen", so Teammanager Michael Dalkowski.

Kick-Off der Partie im Optima Sportpark in Schwäbisch Hall ist am Samstag den 30. Juni 2018 um 17.00 Uhr.