16.05.2019: Mercenaries verlieren 14-20 gegen den Vizemeister aus Frankfurt

Das Resümee von Headcoach Dale Heffron fiel zweischneidig aus: „Auf der einen Seite bin ich stolz, dass wir heute so ein ordentliches Spiel abgeliefert haben. Die Mannschaft ist auf dem richtigen Weg. Auf der anderen Seite aber auch verärgert, weil wir einen möglichen Sieg mit eigenen Fehlern wieder zu Nichte gemacht haben.“ Zum Déjà-vu Gefühl trugen die Mercenaries selbst bei. Mehrfach in guter und aussichtsreicher Position leistete sich Quarterback Jakeb Sullivan kostspielige Fehler. Umso ärgerlicher, weil der junge Amerikaner eigentlich wieder eine solide Partie ablieferte und mit fast 300 Metern Raumgewinn durch die Luft und zwei Touchdowns einer der besseren Spieler des Teams war.

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"Red Family Game Day" bei den Mercenaries

Der neue, herbeigesehnte Trikotsatz der Mercenaries ist da, wird am Wochenende zum ersten Mal offiziell präsentiert und bildet deshalb auch das Motto für das kommende Heimspiel. Gegen die Allgäu Comets laufen die heimischen "Söldner" erstmals in dieser Saison in rot auf, einen Umstand, den sich die Zuschauer am Spieltag zunutze machen können. Dazu Präsident Carsten Dalkowski: "Die neuen Trikots haben die Mannschaft schwer begeistert und so entstand die Idee zum "Red Family Game Day". Jeder Besucher, der in einem roten Oberteil erscheint, bekommt automatisch ermäßigten Eintritt." Ermäßigten Eintritt zu einer echten Herausforderung möchte man hinzufügen, spielen doch die Gäste aus dem Allgäu ein System, welches sich mit keinem anderen innerhalb der German Football League vergleichen lässt.

234 Pässe hat Comets- Quarterback Justin Sottilare bisher in vier Spielen geworfen und belegt damit unangefochten den ersten Platz dieser Kategorie. Ein simpler Vergleich mit dem Zweitplatzierten eröffnet dann auch schon den Blick für die Philosophie im Allgäu seit Head Coach Stan Bedwell anno 2018 das Ruder übernahm, denn dieser Zweitplatzierte - Dresdens Spielmacher Norvell - hat das Lederei in fünf Partien gerade einmal 155 Mal durch die Luft bewegt. Die Zahl 155 wiederum findet sich auch in den Statistiken von Sottilare wieder, hat er doch bisher genau diese stattliche Anzahl von Pässen an den Mann gebracht. Wenig überraschend also, dass mit Paul, Emos und Gihl die drei statistisch besten Receiver der Liga ebenfalls für die "Kometen" auflaufen. Wer dennoch einen finalen Beweis für die Passlastigkeit der Offense benötigt, wird bei der Rushing Offense schnell fündig. Ein abgeschlagener letzter Rang bei minus (!) 2,8 Yards pro Spiel dürfte auch die letzten Zweifler überzeugen.

Mercenaries Head Coach Dale Heffron weiß dann auch um die Besonderheit der kommenden Aufgabe: "Unter normalen Umständen ist man im Football immer um eine Art Balance zwischen Lauf und Pass bemüht, aber die Comets werfen das alles aus dem Fenster. Mit Erfolg, wie man sieht. Wir wissen genau was uns erwartet, wissen aber auch, dass es unendlich schwierig ist, stets so viele Receiver zu verteidigen. Insofern ist die Vorbereitung einfach, gleichzeitig aber wahnsinig kompliziert."

Die Mercenaries selbst suchen aufgrund der unnötigen Niederlage in Kirchdorf, bei der eine 17: 0 Führung binnen kürzester Zeit hergeschenkt wurde, nach Antworten und einer klaren Identität. "Wenn wir ein Play Off Team sein wollen, dürfen wir solche Spiele nicht verlieren", resümiert Strong Safety Neal Howey, ist sich jedoch sogleich bewusst darüber, dass die Saison noch lang ist. "Wir müssen konstanter, abgeklärter werden. Dann klappt das auch mit den Saisonzielen."

Ein erster Schritt soll am kommenden Sonntag den 10. Juni im Heimspiel gemacht werden, welches um 16.00 Uhr im Georg-Gaßmann-Stadion angepfiffen wird.