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10.05.2007: Die GFL Saison steht vor der Tür

(atb). Mit einem Klassiker eröffnen die Marburg Mercenaries die diesjährige Saison in der GFL. Der Gegner aus Schwäbisch Hall stand schon zu Zeiten der 2. Bundesliga für enge Spiele und hochklassigen Sport. Unvergessen dabei sicherlich das Spiel „Am Köppel“ in Cappel 2004, in dem die Mercenaries die Südmeisterschaft unter Dach und Fach bringen konnten.

Anno 2007 zählen beide Teams wieder zu den Anwärtern auf den Titel des Südmeisters, befinden sich zur Zeit aber in ganz unterschiedlichen Phasen der Saison. Während die „Söldner“ bisher nur in der EFL aktiv waren, absolvierten die Haller bereits drei Partien in der GFL, wovon die letzte in Stuttgart mit 14:7 schmerzhaft verloren ging. Überspitzt formuliert befindet sich die Mannschaft von Siggi Gehrke bereits jetzt an einem Wendepunkt der Saison. Gewinnt man in Marburg, ist man weiterhin oben dabei, verliert man indes erneut gegen einen Hauptkonkurrenten, wird es mit dem Titel des Südmeisters schwer. Dabei wird nicht verkannt, dass die „Unicorns“ sicherlich in diesem Jahr mit den Dresden Monarchs, den leichtesten aller denkbaren „Interconference Gegner“ erwischt haben.

Was das Spiel der Einhörner angeht hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht viel verändert. Zwar spielt Quarterback Ira Vandever inzwischen in Stuttgart bei den Scorpions, jedoch ist „Neuling“ Jordan Neumann ein ähnlicher Spielertyp, der sich wenn nötig die notwendige Zeit für den Pass durch gute Beinarbeit erkauft. Mangels eines dominanten Laufspieles und einem Überangebot an adäquaten Receivern, liegen diese in den GFL Statistiken immer weit vorne. Hauptaugenmerk gilt an diesem Wochenende sicherlich US-Import Max Seroogy, der nunmehr auch schon seine dritte Saison in Schwäbisch Hall spielt. In der Defense warteten die Unicorns vor der Saison mit einem Novum auf, als man eineiige Zwillinge verpflichtete. Die „Hausler Twins“ haben bereits gezeigt, dass sie absolute Verstärkungen darstellen.

Die Marburger hoffen die Euphorie des Europapokalsieges aus Paris mit in die Saison nehmen zu können. Das in letzte Sekunde gesicherte 28:27 hat der Mannschaft gezeigt, dass man auch im Konzert der „Großen“ in Europa mitspielen kann, allerdings auch noch Schwächen in der Abstimmung offenbart. „Trotz des Sieges war sicherlich noch nicht alles Gold was glänzte“, so Head Coach Brad Arbon zu der EFL-Auswärtsfahrt, bevor er ergänzt: „etwas anderes hatte ich aber auch noch nicht erwartet. Ich habe immer gesagt, dass wir auf den GFL Auftakt hinarbeiten. Wir freuen uns, dass es endlich losgeht.“ Dabei steht dem Mann aus Utah der zur Zeit komplette Kader zur Verfügung. Lediglich US-Oliner James Peremenis ist noch nicht mit von der Partie, wird aber nächste Woche in Marburg erwartet. „Durch James wird unsere O-Line noch stärker und gerade dieser Mannschaftsteil hat mich in der Vorbereitung schon beeindruckt“, so Offensive Coordinator Clayton Banner der vor allem das Zusammenspiel mit Neu-Runningback Antione Jones lobt.