Mercenaries Newsfeed http://www.mercenaries.de Mercenaries Newsfeed AFV Marburg Mercenaries e.V. CGFeedMaker 1.0.16 on CMS Made Simple webmaster@mercenaries.de bredendiek@kelz-und-partner.de (Arik Thaye Bredendiek) Die beiden Lawrence Brüder verstärken die Mercenaries https://www.mercenaries.de/de/news/3103/15/Die-beiden-Lawrence-Brueder-verstaerken-die-Mercenaries.html

Keegan und Jake Lawrence sind ihrem ehemaligen Headcoach Joe Sturdivant von den Saarland Hurricanes zu den Marburg Mercenaries gefolgt.


Für Sturdivant stand schnell fest, dass er die beiden Brüder auf jeden Fall sehr gerne wieder in seinem Team hätte. Schließlich wurde Keegan Lawrence, der Defensive Back und Runningback spielen kann, in der letzten Saison Team MVP der Hurricanes. Und sein Bruder Jake wurde als Wide Receiver Offensive MVP.

Der 24 jährige Keegan wurde auf der Oregon State Highschool Player of the Year als Runningback und mit der Southern Oregon University  (Raiders) gewann er 2014 die NAIA National Championship, wobei er als Runningback und Defensive Back beide Wege spielte. In der vergangenen Saison spielte er in der GFL2 für die Hurricanes 12 Spiele in der Defense, dabei fing er 6 Interceptions, davon endete eine mit einem Return Touchdown. Außerdem gelangen ihm 12 sogenannte Pass Breakups. Bei seinen 4 Einsätzen in der Offense erzielte er mit 28 Läufen 289 Yards und 5 Touchdowns. Ein Kickoff Return Touchdown rundete seine Erfolgsbilanz ab.  

Sein 3 Jahre älterer Bruder Jake wurde mit seiner Highschool gleich zweimal State Champion und wurde bei der Pacific University Offensive MVP und All Conference Widereceiver. Auf dieser Position gelangen ihm vergangene Saison für die Hurricanes 25 Fänge für 732 Yards und 11 Touchdowns. Als Runningback konnte er mit 26 Läufen 339 Yards und 2 Touchdowns erzielen. Mit seinen insgesamt 13 Touchdowns war er der erfolgreichste Punktesammler der Saarländer.

Sportdirektor Michael Dalkowski ist von den beiden vielseitigen Brüdern begeistert: „Für uns ist es bei den Importspielern wichtig, dass diese nicht nur auf dem Feld Führungsspieler sind, sondern auch neben dem Feld ihrer Vorbildfunktion gerecht werden. Und das ist bei diesen beiden sympathischen Brüdern auf jeden Fall gewährleistet. An diesen beiden werden wir alle und die Fans richtig viel Freude haben.“

Damit ist die Kaderplanung der Marburger allerdings noch nicht abgeschlossen. Im Rahmen ihrer Möglichkeiten sind die Verantwortlichen noch mit weiteren Kandidaten im Gespräch. Dazu mein Präsident Carsten Dalkowski: „Wir sind uns bewusst, dass wir mit unserem Budget nicht an Schwäbisch Hall und Frankfurt herankommen. Aber selbstverständlich werden wir auch in dieser Saison eine mehr als schlagkräftige Truppe zusammen bekommen, und wir werden sicher auch für die eine oder andere Überraschung gut sein.“ 

Dabei wird es helfen, dass die Mercenaries in dieser Saison erstmals auf zwei amerikanische Fulltime Coaches setzen. Der Präsident ergänzt: „Wir bieten den Spielern ein sehr professionelles Coaching auf höchstem Niveau. Unsere beiden Coaches Joe Sturdivant und Joseph A. Tricario arbeiten und leben 24 / 7 für diesen Sport und unser Team. Davon können alle Spieler, die sich weiterentwickeln möchten, nur profitieren.“

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Thu, 13 Feb 2020 19:43:29 +0000 https://www.mercenaries.de/de/news/3103/15/Die-beiden-Lawrence-Brueder-verstaerken-die-Mercenaries.html
Mercenaries präsentieren neuen Defense Coordinator beim Minicamp https://www.mercenaries.de/de/news/3102/15/Mercenaries-praesentieren-neuen-Defense-Coordinator-beim-Minicamp.html

Am vergangenen Wochenende veranstalteten die Marburg Mercenaries ihr erstes Minicamp für diese Saison. Dabei konnten die Spieler gleich den neuen Defense Coordinator Joseph A. Tricario kennenlernen.


Tricario ist seit 1985 in den USA und Kanada als Trainer aktiv. Seit 1985 war er für verschiedene Colleges wie UMass, Lafayette Leopards und die Fordham Rams tätig. Ab 2013 trainierte er die Towson Tigers, aus dieser Zeit stammt Cornerback Tye Smith, welcher in den vergangenen NFL Playoffs mit den Tennessee Titans erst die favorisierten New England Patriots und dann die Baltimore Ravens aus dem Rennen warf. Smith ist eng mit Jordan Dangerfield befreundet, dieser kommt ebenfalls von den Towson Tigers und spielt momentan Safety bei den Pittsburgh Steelers. 

Außerdem brachte Coach Tricario immer wieder All American Linebacker hervor. Seine Collegekarriere unterbrach Tricario zweimal für Engagements in Kanada. In den Jahren 1991 und 1992 war er in der World League of American Football bei Montreal Machine und 1995 bis 1996 in der CFL bei den Toronto Argonauts. In der letzten Saison konnte er sich als Defense Coordinator der Potsdam Royals bereits mit der GFL vertraut machen. Der Mann weiß also ganz genau, wie Defense geht. Das sieht Headcoach Joe Sturdivant genauso: „Tricario wird für eine solide Defense sorgen, welche die Gegner unermüdlich beschäftigen wird. Ich bin sehr froh, dass wir ihn für Marburg gewinnen konnten und kann Spielern nur empfehlen, diese Gelegenheit zu nutzen und sich von diesem herausragenden Defense Coach ausbilden und weiterentwickeln zu lassen.“

Sturdivant selbst spielte während seiner Collegezeit bei SMU zusammen mit Emmanuel Sanders. Dieser stand erst kürzlich mit den San Francisco 49 ers im Superbowl. Und aus seiner Zeit als Coach bei der IMG Academy in Florida hat Sturdivant schon namhafte NFL und Collegespieler trainiert. Er coachte dort unter Heisman Trophy Winner Chris Weinke Spieler wie Tyree St. Louis (OT/ LA Chargers, Miami Hurrcianes) Hjalte Froholdt (DT / NE Patriots) Savion Smith (CB / Jacksonville Jaguars, XFL Houston Roughnecks) und Bo Scaraborough (RB / Tennessee Titans, Detroit Lions). Und auf der Parkview High School coachte Sturdivant Runningback Chris Carson, jetzt Seattle Seahawks. Den Neuzugang auf der Mercenaries Safety Position, Reid Miller, der eine Einladung von den New Orleans Saints erhielt, coachte Sturdivant ebenfalls bei IMG.

 

Dazu meinen die beiden Brüder, Präsident Carsten Dalkowski und Sportdirektor Michael Dalkowski unisono: „Uns war es sehr wichtig, mit diesen beiden Fulltime Coaches unseren aktuellen Spielern und interessierten Neuzugängen ein bestmögliches Training auf höchstem Niveau bieten zu können. Es ist sehr beeindruckend, was diese beiden nicht nur auf dem Feld, sondern auch in der Vorbereitung und in der Videoanalyse bieten, da wird die neueste Technik vom Feinsten genutzt.“

Wer also von Coaches trainiert werden möchte, welche bereits mehrfach bewiesen haben, dass sie erfolgreiche College und NFL Spieler hervorgebracht haben, ist bei den Marburg Mercenaries genau richtig. Davon konnten sich beim Minicamp bereits die Spieler überzeugen, die trotz des schlechten Wetters zahlreich erschienen waren. Dabei erwies sich der Kunstrasen Platz mit den kompletten Football Feld Markierungen auf dem Gelände des Georg-Gaßmann-Stadions als großer Vorteil, da dieser bei jeder Witterung ganzjährig von den Marburger Footballern genutzt werden kann. Interessenten können jetzt noch einsteigen und sind herzlich willkommen. Vielleicht hinterlassen diese dann auch so einen guten Eindruck wie Robin Siebert, Moritz Schmidt und ein paar Veteranen, welche zurückgekehrt sind und von Sturdivant ausdrücklich gelobt wurden: „Ich bin von den Fortschritten dieser Spieler schon nach ein paar Trainingseinheiten sehr begeistert. Wenn alle so weitermachen, wird das eine tolle Saison.“

Fotos: Peter Scheldt

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Tue, 11 Feb 2020 10:16:14 +0000 https://www.mercenaries.de/de/news/3102/15/Mercenaries-praesentieren-neuen-Defense-Coordinator-beim-Minicamp.html
Die Mercenaries verstärken die O-Line gleich mit einem Doppelpack https://www.mercenaries.de/de/news/3101/15/Die-Mercenaries-verstaerken-die-O-Line-gleich-mit-einem-Doppelpack.html

Mit Omar Hashw und Lukáš Bočkay konnten die Marburg Mercenaries gleich zwei Schwergewichte für die Offenseline verpflichten. 

Die Spieler in der Offenseline werden auch als „unsung heroes“ bezeichnet, da sie nie so im Rampenlicht stehen wie die anderen Offense Spieler. Dabei sind diese Spieler der wichtigste Teil für einen funktionieren Angriff. Das sieht auch Marburgs Headcoach Joe Sturdivant so: „Für mich sind die 5 Linespieler die wichtigsten Spieler im Angriff. Die Schlacht wird immer an der Linie gewonnen. Ohne funktionierende können wir kein Laufspiel aufbauen und der Quarterback hat keine Zeit für sein Passspiel. Mit Moritz Schmidt, Martin Aab, Robin Siebert, David Stein und einigen weiteren Talenten haben wir schon gute Spieler für diese Positionen. Aber ich möchte mit 12 – 15 O-Linern in die Saison gehen und viel rotieren, da brauchen wir solide Verstärkungen“.


Durch seine Tätigkeit für die IMG Academy verfügt Sturdivant über ein weit verbreitetes Netzwerk von NFL – und CFL Scouts. Und diese haben ihm auch diese beiden Spieler empfohlen.

Omar Hashw ist in Österreich geboren, seine Familie kommt aus Ägypten. Er ist etwas über 2 Meter groß und 155 kg schwer. Dennoch ist er sehr schnell und beweglich, was auch Sturdivant schätzt: „Er wird uns mit seiner Power sowohl im Lauf – als auch Passspiel eine große Unterstützung sein. Omar kommt bereits Ende Januar nach Marburg, um die komplette Vorbereitung mitmachen zu können.“

Hashw kam über Fussball, Basketball und Boxen zum American Football. Angefangen hat er in Österreich bei den Carinthian Lions, dann ging es in den USA mit seiner Karriere an der Suffield Academy und dem Merrimack College weiter. Mehrfach wurde er als Lineman of the Year sowie Offense Player of the year und MVP nominiert: „In Marburg möchte ich mich zum bestmöglichen Athleten entwickeln, der ich werden kann und ein Leader für die O-Line werden

Lukáš Bočkay ist ebenfalls zwei Meter groß und bringt 135 kg auf die Waage.  Er kommt aus der Slowakei und war für sein Land 2016 bei der Rugby U18 Europameisterschaft dabei. Mit American Football begann er 2017 in seiner Heimatstadt Bratislava bei den Monarchs. 2018 spielte er in Finnland bei den Seinäjoki Crocodiles. Dort fiel er mit seinen Leistungen der St. Marys University in Kanada auf, welche ihm ein Stipendium anbot. Aufgrund seiner Familie ging er dann doch nicht nach Kanada, trainierte bei den Ingolstadt Dukes und war 2019 Anschieber im Bob - Nationalteam.

Sturdivant ist von Bočkay überzeugt: „Ich kenne seine Trainer aus Bratislava, die immer noch von ihm schwärmen. Das er als Anschieber im Bob – Nationalteam ausgewählt wurde, beweist seine besondere Athletik. Mit ihm haben wir in Europa ein bislang verstecktes Juwel gefunden, welches wir mit entsprechendem Training zu einem Diamanten formen können“  

Dafür soll auch O-Line Coach James Yock mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung sorgen, der sich in dieser Saison erstmal in Vollzeit um das Training und die Ausbildung der O-Liner kümmern wird.

Auch Sportdirektor Michael Dalkowski freut sich über diese beiden Verpflichtungen:

In der letzten Saison hatten wir auf dieser Positionsgruppe nicht genügend Tiefe, dort mussten wir aufrüsten. Besonders für das starke Laufspiel, welches wir in dieser Saison über unseren Runningback Import Marcus Cox installieren wollen. Die beiden Jungs haben uns durch ihre Vita und die persönlichen Gespräche absolut überzeugt, dass sie die gewünschte Verstärkung sein werden“.

Und wer weiß, vielleicht werden nach dieser Saison dann auch die Namen der Helden auf der vordersten Angriffslinie den Marburger Fans bestens bekannt sein.          

Jetzt geht es für die Mercenaries am Wochenende erst einmal ins Minicamp im Georg-Gaßmann-Stadion in der Leopold-Lucas-Straße 46B in 35037 Marburg. Dazu sind auch neue Spieler herzlich eingeladen.

Beide Tage starten mit einem Meeting von 9 bis 10 Uhr, bevor es am Samstag nach einem gemeinsamen Mittagessen bis 16:15 Uhr und am Sonntag bis 12:15 ans Training geht. Interessenten können ohne Voranmeldung erscheinen, sollen aber Helme und Pads mitbringen.  

Ablaufplan

8. Februar
09:00 - 10:00 Uhr Meeting
10:15 - 12:15 Practice
12:15 - 13:00 Lunch
13:00 - 14:00 Meeting
14:15 - 16:15 Training

9. Februar
09:00-10:00 Meeting
10:15- 12:15 Practice

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Fri, 07 Feb 2020 15:04:02 +0000 https://www.mercenaries.de/de/news/3101/15/Die-Mercenaries-verstaerken-die-O-Line-gleich-mit-einem-Doppelpack.html
Interview der Offenbach-Post mit Carsten Dalkowski (GFL Sprecher) https://www.mercenaries.de/de/news/3100/15/Interview-der-Offenbach-Post-mit-Carsten-Dalkowski-GFL-Sprecher.html

Bereits seit dem Jahr 1993 ist Rechtsanwalt Dalkowski Vorstandsmitglied des AFV Marburg Mercenaries e.V., seit dem Jahr 2002 übt er dort das Amt des Präsidenten aus. Weiterhin ist er Vizepräsident des American Football Verbandes Hessen (AFVH) und Sprecher der German Football League (GFL). Seit 2008 ist Rechtsanwalt Dalkowski auch Stellvertretender Vorsitzender des Sportkreises Marburg-Biedenkopf im Landessportbund Hessen mit Schwerpunkt „Recht, Steuern und Versicherung“ und hält seit dieser Zeit auch regelmäßig Vorträge im Bereich des Sportrechts.


Wem drücken Sie beim Super Bowl die Daumen - und warum?

Beide Teams haben es verdient im Super Bowl zu stehen. Das an diesem Tag sportlich bessere Team möge gewinnen. Da bei den 49ers mit Mark Nzeocha ein ehemaliger deutsche Junioren-Nationalspieler dabei ist, werden aber wohl auch die deutschen Chiefs-Fans verstehen, dass man ihm persönlich alles Gute für den Super Bowl wünscht.

Was macht für Sie die Faszination Football aus?

Die Sportart kombiniert alle Fähigkeiten, die der Mensch hat, Athletik, Schnelligkeit, Kraft, Intelligenz und Teamwork. Das Ergebnis ist eine einzigartige dynamische Mischung, optisch attraktiv und fast immer spannend bis zum Schluss, mit vielen überraschenden Wendungen. Einfach der ultimative Teamsport.

Über dem Football liegt aber auch ein Schatten: Immer wieder wird ein Zusammenhang zwischen der Sportart und der schweren Gehirnerkrankung CTE hergestellt. Wie stehen Sie dazu?

Jegliche Verletzung zu vermeiden, wäre natürlich das Ziel. Glücklicherweise hat in den USA in den letzten Jahren gerade bei den Gefahren für den Kopf und von möglichen Spätschäden ein Umdenken eingesetzt. Die verschärften Regeln gelten ohnehin auch bei uns, die Ausrüstungshersteller in den USA orientieren sich an den dortigen Vorgaben, es tut sich also viel im Hinblick auf besseren Schutz für die Spieler.
Unser Verbandsarzt und sein medizinisches Team sind übrigens gerade auf diese Bereiche spezialisiert. Sie beraten medizinisches Personal bei den Vereinen und Trainer oder Schiedsrichter im Rahmen der obligatorischen Schulungen laufend.

Der Super Bowl ist ein absolutes Mega-Event, was kann man von dieser Veranstaltung lernen?

Man kann sie genießen. Man kann nachrechnen, wie viel die Veranstaltung kostet, und man weiß, dass die NFL es sich leisten kann, diese Kosten zu begleichen. Dann muss man schauen, welche einzelnen Elemente kann man auch für einen Bruchteil der Kosten so durchführen, dass ihr Effekt sich nicht verflüchtigt? Und man erkennt, dass die NFL nun 100 Jahre daran arbeiten musste, um auf dieses Niveau zu kommen. Dann kann man einfach akzeptieren, dass der Super Bowl eben ein einmaliges und besonderes Event ist.

Seit 2015 ist nicht nur der Super Bowl hierzulande im Free-TV zu sehen, sondern auch die reguläre Saison. Inwiefern profitiert der AFVD davon?

Der Super Bowl war auch davor ja schon im Free-TV zu sehen. Wenn zwei bis drei Millionen Deutsche nachts den Super Bowl schauen, dokumentiert das ein erfreulich gewachsenes Grundinteresse an der Sportart. Allerdings ist es natürlich so, dass die NFL perfekte TV-Unterhaltung bietet, und ein gemeinsamer Fernsehabend einmal die Woche in geselliger Runde eben schon noch etwas anderes ist als zwei-, dreimal die Woche zum Training mit 40, 50 Gleichgesinnten zusammenzubekommen.

Wenn man unsere seit 20 Jahren ununterbrochen steigenden Mitgliederzahlen anschaut und Jahr für Jahr mit eventuellen Einflussfaktoren seitens der NFL oder des Fernsehens vergleicht, findet sich da einfach keine zeitliche Korrelation in die eine oder andere Richtung.
Der German Football profitiert sicherlich aufgrund der regelmäßigen und wachsenden Präsenz in den unterschiedlichsten Medien.

Der AFVD Präsident Robert Huber hatte 2018 mit Blick auf die Mitgliederentwicklung im AFVD (die Zahl hat sich seit 2008? verdoppelt - auf über 67.000) gesagt: "Wenn es da einen Zusammenhang haben könnte, dann, dass die NFL sich auf unseren positiven Trend draufgesetzt hat." Würden Sie das heute wieder sagen - und falls ja: warum?

Diese Aussage immer noch stimmig. Es finden eben zwei parallel laufende positive Entwicklungen statt, die beide von einem gemeinsamen Grundtrend - steigendem Interesse an der Sportart American Football in Deutschland - profitieren und mit diesem und untereinander selbstverständlich auch Rückkopplungen haben. Die Zahlen zur Entwicklung des deutschen Verbands-Footballs der letzten 20, 30 Jahre liegen vor, und es gibt aus diesem vom DOSB anhand der Mitgliederzahlen erstellten Zahlenwerk eben keine herauslesbare Korrelation mit irgendwelchen Maßnahmen der NFL. Wer krampfhaft den Zusammenhang suchen will, muss dann natürlich ergebnisoffen in beide Richtungen denken.

Der German Bowl findet seit 2019 nicht mehr im maroden Jahn-Sportpark in Berlin, sondern in der fast dreimal so viele Zuschauer fassenden, modernen Commerzbank-Arena in Frankfurt statt. Denkt man beim AFVD nun "groß"?

Als marode würden wir das Stadion in Berlin schon aus Höflichkeit gegenüber der Bundeshauptstadt Berlin als unserem langjährigen Gastgeber nicht bezeichnen wollen. Nun, am Ende waren die verfügbaren Plätze im Stadion in Berlin fast ausverkauft, also musste man zwangsläufig in eine größere Arena umziehen, mal abgesehen davon, dass der Jahn-Sportpark auf Sicht ohnehin wegen Baumaßnahmen nicht mehr zur Verfügung gestanden hätte. Frankfurt bietet sich an, wegen der Football-Historie auch in der Arena, wegen der zentralen Lage in Deutschland und seiner hervorragenden Verkehrsanbindung.

Beim German Bowl 2019 wurde erstmals seit 2003 wieder die 20.000er-Marke geknackt. Vom Rekord aus dem Jahr 1999 (30.400) ist man aber weit entfernt. Warum?

Die 20.382 Zuschauer waren eine Steigerung von rund 25 Prozent des bisherigen Rekordes für ein Endspiel, an dem keine Mannschaft aus dem Bundesland des Finalortes beteiligt war. Der absolute Zuschauerrekord stammt aus einer Phase, in der zwei regional benachbarte Teams in Hamburg und Braunschweig von engagierten Managern geführt wurden, die ihrer Zeit damals voraus waren, beide auch sportlich die stärksten Teams waren und sich - trotz des unwägbaren Playoff-Systems - auch beide für das Finale qualifizierten, der German Bowl in ihren Heimatstadien angesetzt war und auch noch das Wetter (vor allem in der Woche vor dem Spiel) mitspielte. Vielleicht spielen ja alle solchen teilweise glücklichen Fügungen in einem der kommenden Jahre wieder einmal zusammen. Der AFVD und die GFL arbeiten Hand in Hand und gezielt an weiteren Verbesserungen dieses Leuchtturm-Projekts. Aber eben mit einer „Strategie der kleinen Schritte", damit sowohl die Liga, die Vereine und auch die Struktur des Verbandes gemeinsam und nachhaltig wachsen können.

Sollte Lokalmatador Frankfurt Universe das Finale erreichen, wäre das mit Blick auf die Zuschauerzahl sicher förderlich. Bei den "Men in Purple" wechseln sich sportliche Erfolge und finanzielle Sorgen aber immer wieder mal ab. Wie beurteilen Sie die Entwicklung bei Frankfurt Universe?

Einzelne Vereine sind für ihre Strategie natürlich selbst verantwortlich. Wir prüfen im Rahmen der Lizenzierung ziemlich genau - gerade natürlich auch Frankfurt Universe. Bemerkenswert an dem Fall wäre zum Beispiel, dass während der schwierigen Lage der Insolvenzverwalter die besten Chancen, aus dem Verfahren herauszukommen, darin gesehen hat, den Spielbetrieb fortzuführen! Das ist schon ein deutlicher Unterschied zur Vergangenheit. Das Lizenzierungsverfahren verfolgt ja unter anderem das Ziel, dass Teams nicht während der Saison plötzlich aussteigen. Diese Zeiten liegen zum Glück jetzt lange zurück.

Außer den Frankfurtern musste in den Kiel Baltic Hurricanes in den vergangenen Jahren ein weiterer Verein aus der German Football League Insolvenz anmelden, andere standen kurz davor. Sind die Vereine mit ihren zum Teil amateurhaften Strukturen noch nicht bereit für eine semi-professionelle Liga?

Diese Information ist so nicht zutreffend. Der Verein der Kiel Baltic Hurricanes hat keine Insolvenz angemeldet. Die Betriebsgesellschaft des Vereins hat nach der Saison ihren Geschäftsbetrieb eingestellt und der Spielbetrieb der GFL Mannschaft wurde in den Stammverein zurückgegliedert. Danach wurde die Betriebsgesellschaft abgewickelt. Das ist doch eine ganz andere Situation als eine Insolvenz im laufenden Spielbetrieb. Die letzte Insolvenz eines Vereins im Spielbetrieb liegt eher Jahrzehnte, als Jahre zurück. Insgesamt sind die Vereine der GFL finanziell durchaus robust aufgestellt.

Man müsste weiter definieren, was „amateurhaft" heißen soll. In den GFL-Vereinen sind sehr viele Menschen ehrenamtlich, also als „Amateure", tätig, liefern aber professionelle Leistung ab. Das betrifft die Spieler genauso wie die Helfer am Rand. Diese Menschen verdienen unseren Respekt und auch unsere Hilfe, wenn mal etwas nicht läuft oder sie sich übernommen haben. Grundsätzlich ist die GFL eine Sport-Liga, und Sport hat Unwägbarkeiten, die immer mal unglückliche finanzielle Auswirkungen mit sich bringen können. Nicht die Vereine übrigens haben Insolvenz angemeldet, sondern jeweils deren genutzte Betriebsgesellschaften.
Die meisten GFL-Teams planen sorgfältig und haben Mehr-Jahres-Pläne für ihre Etats. Sportlicher Erfolg ist aber nicht planbar – genauso wie übrigens das Wetter -, und wenn es da schlechter läuft, geht es auch mal an gebildete Rücklagen. Die Situation in Kiel ist aber unter anderem des finanziell gesunden Vereins ja schnell mit einer leicht veränderten Struktur wieder entspannt worden.

Die GFL ist dennoch die stärkste Liga Europas. Eine aktive deutsche Nationalmannschaft gibt es aber seit zwei Jahren nicht. Damals nahm Deutschland, obwohl als Titelverteidiger qualifiziert, nicht an der EM teil. Grund waren Querelen zwischen dem AFVD und dem Weltverband. Sind diese inzwischen ausgeräumt?

Der AFVD ist Vollmitglied der IFAF und steht im ständigen Dialog mit dem Weltverband. Es gibt keine Querelen. Es mag unterschiedliche Auffassungen zu inhaltlichen Fragen geben, das sollten demokratische Verbände aushalten.

Dass die ursprünglich in der Frankfurter Commerzbank-Arena projektierte EM stattdessen ohne öffentliches Interesse auf einem finnischen Sportplatz ausgespielt wurde, ohne uns als Titelverteidiger und an einem wichtigen GFL-Spielwochenende, war ganz sicherlich keine schöne Angelegenheit für den Football. Unsere Vereine haben die etlichen Nationalspieler anderer Länder, die in der GFL spielen, für das Turnier natürlich freigestellt. Aber grundsätzlich sollten solche Termine natürlich langfristig koordiniert werden können, die FIFA macht ja auch keine WM, während in der englischen Premier League der Titelkampf läuft.

Sportdirekter Peter Springwald kündigte für Anfang 2020 Maßnahmen des Nationalteams wie Trainingslehrgänge und Testspiele an. Wie ist da der Stand?

Nach der Absage der WM 2019 in Australien steht insgesamt der weltweite Spielbetrieb von Nationalmannschaften ein wenig unter dem Vorbehalt, ob alles auch wie geplant läuft. Wir haben die Struktur, um binnen kürzester Zeit solche Maßnahmen durchzuführen, wenn sich für die Nationalmannschaft auch tatsächliche Wettbewerbsmöglichkeiten - wie zuletzt die World Games 2017 - abzeichnen. Am liebsten sind uns natürlich echte Turnierwettbewerbe, und so lange diese Möglichkeit im Raum steht, erscheint ein einzelnes Freundschaftsspiel nicht als erstrebenswerte Alternative.

Am 26. Januar gab es ja das große Combine in Zusammenarbeit mit der CFL in Frankfurt, um die stärksten deutschen Spieler auf ihre Eignung für eine Profi-Laufbahn zu testen. Die Nationaltrainer, der medizinische und übrige Stab hat die Vorbereitungen dazu geleistet. Dies ist natürlich eine etwas anders gelagerte Maßnahme als ein Sichtungstraining für das Nationalteam, hilft aber dem einzelnen Sportler ebenfalls. Und wenn man die stärksten deutschen Spieler fragt, ob sie persönlich eine oder mehrere Saisons als Profi in Nordamerika spielen wollen statt zu einem einzelnen, isolierten Länderspiel anzureisen, bei dem es keinen Pokal zu gewinnen gibt, erhielte man auch verschiedene Antworten.

Obwohl der Niveau-Unterschied gewaltig ist, schaffen immer wieder deutsche Spieler den Sprung in die NFL. Sind das Ausnahmetalente oder wird Football in Deutschland unterschätzt?

Beides ist richtig. Diesen Sprung zu schaffen, verlangt Ausnahmetalent und absoluten individuellen Trainingsfleiß. Das muss der Spieler beitragen. Wir liefern mit der GFL oder vorher im Jugendbereich mit der GFL Juniors den Wettbewerb, in dem er sich zeigen kann. Die Trainer und die Konkurrenten auf dem Platz sind bei uns die stärksten in Europa. Die Frage, ob der deutsche Football unterschätzt wird, müsste man an US-Trainer oder -Scouts richten. Deren Sichtungsmaßnahmen sind immer noch sehr stark allein auf den amerikanischen Talent-Pool zugeschnitten. Aber dies ändert sich langsam. Jedes kleinere College, das die Chance nutzt, durch europäische Spieler besser zu werden, animiert seine Konkurrenten, ebenfalls aktiver zu werden. Und wie man hört, war auch Bill Belichick bei den New England Patriots von Jakob Johnsons Lernfähigkeit begeistert. Die deutschen Spieler haben bislang überall, wo sie in den USA spielten, beeindruckt und damit beste Werbung für Football-Deutschland betrieben.

Der AFVD feiert in zwei Jahren 40. Geburtstag. Wo würden Sie den Verband dann gerne sehen??

Wir wollen organisch und verlässlich wachsen. Wenn wir mehr Mitglieder haben als heute, mehr Zuschauer mit dem German Bowl begeistern, sowohl im Stadion als auch im Fernsehen, noch mehr Spieler in der CFL oder anderswo in Nordamerika unter Beweis stellen, wie gut die sportliche Grundausbildung hierzulande inzwischen ist, werden wir uns darüber freuen.

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Tue, 04 Feb 2020 19:49:28 +0000 https://www.mercenaries.de/de/news/3100/15/Interview-der-Offenbach-Post-mit-Carsten-Dalkowski-GFL-Sprecher.html
Der Anker ist weiter dabei https://www.mercenaries.de/de/news/3099/15/Der-Anker-ist-weiter-dabei.html

Mit Offense Liner Martin Aab hat eine wichtige Säule der Marburger Offense die Zusage für ein weiteres Jahr bei den Mercenaries gegeben.


Headcoach Joe Sturdivant: „Auf unserer Offenselinie haben und werden in für die Saison 2020 ein besonderes Augenmerk legen. Daher freue ich mich besonders einen echten Veteranen wieder im Training begrüßen zu können."

Der gelernte Center Martin Aab spielt seit 2009 in der GFL Mannschaft der Mercenaries und hat sich dabei zu einer wichtigen Stütze des Teams und der gesamten Organisation entwickelt.

Für den Super Bowl erwartet er einen heißen Tanz. Den erhofft er sich übrigens auch für die GFL Saison. „Ich möchte zusammen mit dem Team, den Coaches und dem Staff wieder mal an einem Playoff Heimspiel teilnehmen." Eine ordentliche Ansage in Richtung der GFL Süd.

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Mon, 03 Feb 2020 10:19:54 +0000 https://www.mercenaries.de/de/news/3099/15/Der-Anker-ist-weiter-dabei.html
Heimspieltermine für die Saison 2020 stehen fest https://www.mercenaries.de/de/news/3098/15/Heimspieltermine-fuer-die-Saison-2020-stehen-fest.html

Die Marburg Mercenaries starten am 03. Mai gegen die Munich Cowboys in die nächste GFL Saison. Mit der Vorbereitung für die Saison 2020 geht es allerdings bereits in der kommenden Woche los, Headcoach Joe Sturdivant hat zum ersten gemeinsamen Training der Senioren geladen. Mit Trainingslagern und mehreren Camps möchte man sich bereits frühzeitig auf die Spielzeit vorbereiten. Ende Mai (24.05.) wird man die Frankfurt Universe zum Hessen-Derby im Georg-Gaßmann-Stadion empfangen, um dann am 07. Juni zu Hause gegen den Deutschen Vize-Meister Schwäbisch Hall Unicorns anzutreten. Das Spiel gegen die Ingolstadt Dukes wird ausnahmsweise an einem Samstag ausgetragen (27. Juni).


Nach der Sommerpause im Juli spielen die Mercs am 16. und 30. August ihre Homegames gegen den Aufsteiger, die Razorbacks aus Ravensburg und den ewigen Konkurrenten der Stuttgart Scorpions, um dann mit einem Heimspiel gegen die Ällgau Comets die reguläre Saison zu beschließen.

Die Playoffs in der GFL sind für die Wochenenden 19./20. Und 26./27. September vorgesehen.

Der German Bowl findet am 10. Oktober in der Commerzbank Arena in Frankfurt statt.

Die Auswärtsspiele der Marburger Footballer werden auch in den nächsten Tagen bekannt gegeben werden können.

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Fri, 17 Jan 2020 09:09:43 +0000 https://www.mercenaries.de/de/news/3098/15/Heimspieltermine-fuer-die-Saison-2020-stehen-fest.html
Mercenaries feiern Super Bowl Night im Stadl https://www.mercenaries.de/de/news/3097/15/Mercenaries-feiern-Super-Bowl-Night-im-Stadl.html

In Aldis Biergarten schauen sich die Mercenaries und deren Fans wieder das Endspiel in der National Football League an. Neben dem allbekannten all-you-can-eat Buffett und Getränk gibt's in diesem Jahr für alle Mitglieder des AFV Marburg e.V. noch ein weiteres Getränk kostenfrei hinzu (einfach bei Anmeldung Mitgliedschaft deutlich machen). Weiterhin wird es die Möglichkeit geben mit Spielern und Trainern der Mercenaries ins Gespräch zu kommen. Headcoach Joe Sturdivant möchte exklusiv an diesem Tag auch einige Geheimnisse lüften. Karten für den Event gibt's nur im Vorverkauf bei Aldis Biergarten.


Zur Veranstaltung auf Facebook

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Thu, 16 Jan 2020 07:46:14 +0000 https://www.mercenaries.de/de/news/3097/15/Mercenaries-feiern-Super-Bowl-Night-im-Stadl.html
Saisonkarten 2020 erhältlich https://www.mercenaries.de/de/news/3096/15/Saisonkarten-2020-erhaeltlich.html

Ab sofort sind die Saisonkarten für 2020 verfügbar. Details und Bestellmöglichkeiten sind auf der Ticketseite verfügbar.

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Fri, 20 Dec 2019 07:12:17 +0000 https://www.mercenaries.de/de/news/3096/15/Saisonkarten-2020-erhaeltlich.html
Tryouts der Jugend und der 2. Mannschaft https://www.mercenaries.de/de/news/3095/15/Tryouts-der-Jugend-und-der-2-Mannschaft.html

Gut 80 jugendliche und erwachsene Interessierte trafen sich zu den diesjährigen Tryouts der Mercenaries, um sich selbst einmal am American Football auszuprobieren. Gegen 18 Uhr ging es zunächst mit einem gemeinsamen Warm-up los, bevor in football-spezifischen Athletiktests rückgemeldet wurde, für welche Position mal wohl am besten geeignet wäre und wo man selbst noch Lücken hat.


Shuttles, Sprints, Standweitsprung, Mobility und Bankdrücken forderten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen vielseitig. Anschließend wurden einige Drills durchgeführt, die auszugsweise ein typisches Training vorstellten.

Jeder hat sein Bestes gegeben und vereinzelt wurden echte Top-Ergebnisse erreicht: 40-yards-Sprint in 4.5 Sekunden oder sogar schneller, 20 Wiederholungen beim Drücken der 60-kg-Langhantel oder ein Standweitsprung von über 2,80m sind beachtenswerte Leistungen. Solche Talente sind es, die wir beim Football brauchen, wo es durch die verschiedenen Spielpositionen auf unterschiedliche Fähigkeiten ankommt.

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Mon, 16 Dec 2019 15:50:02 +0000 https://www.mercenaries.de/de/news/3095/15/Tryouts-der-Jugend-und-der-2-Mannschaft.html
2. Marburger Weihnachtssingen steht vor der Tür https://www.mercenaries.de/de/news/3094/15/2-Marburger-Weihnachtssingen-steht-vor-der-Tuer.html

Am morgigen Samstag öffnen um 17:00 Uhr die Tore des Georg-Gaßmann-Stadion für eine Veranstaltung der andere Art. Diesmal wird nicht gesportelt, sondern gesungen.


Der Eintritt beträgt 5 € und kommt als Spende der Leukämie-Station im UKGM zu Gute. 

Beginn ist für 18:00 Uhr geplant. Vorher kann man sich mit Glühwein, Bratwurst und gebrannten Mandeln stärken. Durch die Veranstaltung führt Pfarrer Matti Schindehütte.

Wir freuen uns auf Euch!

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Fri, 13 Dec 2019 09:18:49 +0000 https://www.mercenaries.de/de/news/3094/15/2-Marburger-Weihnachtssingen-steht-vor-der-Tuer.html