(atb). Mit einer 50:70 Niederlage im Gepäck aber guten Mutes reisen die American Footballer der Marburg Mercenaries am Sonntag zu ihrem ersten regulären Saisonspiel nach Weinheim. Im Sepp Herberger Stadion wird es darum gehen, die Weichen für eine erfolgreiche Saison zu stellen, so Head Coach Tim McNulty, der hinzufügt, dass die Zeit des Experimentierens endgültig vorbei ist. „Wir haben aus den Niederlagen in den Vorbereitungsspielen unsere Lehren gezogen und hoffentlich das richtige Personal gefunden um nun voll durchstarten zu können.“, so der US-Amerikaner dem die Anspannung des Saisonauftaktes diese Woche deutlich anzumerken war.
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Verstärkung für die Defense
(atb). Mit Brad Vickroy von der University of Wisconsin Stevens Point verstärken die Marburger ihre Defense weiter. Der Defensive Liner aus Wisconsin Rapids wird nächste Woche in Marburg erwartet und soll schon am 16.05. beim Auswärtsspiel in München auf dem Platz stehen.
Vickroy, der in einer der stärksten Division III Conferences der USA spielte, kommt als hochdekorierter Athlet an die Lahn. Als Junior im Jahre 2007 wurde der BWL und Psychologie Student in das „1st Team All WIAC“ gewählt. In dieser Saison standen auch beeindruckende 59 Tackles zu Buche. D3football.com machte ihn dann vor der Saison 2008 zum Preseason All-American und am Ende der Spielzeit stand die vielleicht größte Auszeichnung für Vickroy auf dem Programm. Trotz seiner eher unauffälligen Position wurde der Neu-Marburger zum „Player of the Year“ in der Wisconsin Intercollegiate Athletic Conference (WIAC) gewählt. Auch in dieser Saison standen 16 Tackles for a loss und immerhin 5.5 Sacks zu Buche für den Mann, der bei einer Körpergröße von 1,83 m rund 116 Kilo auf die Waage bringt und über sich selbst sagt: „Ich gebe in jedem Spielzug alles, mehr geht nicht.“
Punktefestival in Dresden
(atb.) Mit Ausnahme der jeweiligen Defensive Coordinatoren dürften wohl so ziemlich alle Beteiligten des Spieles im Heinz Field von Dresden zufrieden gewesen sein. Der 70:50 Heimerfolg der Monarchs brachte den rund 1.300 Zuschauern sehenswerte Spielzüge, den Machern der Offense die Erkenntnis, dass es läuft und eben jenen angesprochenen Defensive Coordinatoren nur graue Haare. Aus Marburger Sicht fast schon beruhigend, dass Daniel Garcia, verantwortlich für die Abwehr der Marburger, aufgrund einer Erkrankung zuhause bleiben musste.
Nach Dresden an der Elbe
(atb). Zu ihrem letzten Testspiel vor der anstehenden GFL Saison reisen die Marburg Mercenaries am kommenden Samstag nach Dresden. In der sächsischen Hauptstadt wartet mit den heimischen Monarchs kein geringerer als der Viertelfinalgegner der Vorsaison auf die Mannschaft von Head Coach Tim McNulty. Dieser konstatierte nach den jüngsten Trainingseinheiten, dass man schon weiter sei, als noch vor zwei Wochen gegen Essen, jedoch gleichzeitig noch ein stückweit entfernt von der angestrebten Topform. „Wenn man eine neue Offense installiert und so viele Wechsel in der Defense zu beklagen hat, ist es ganz normal, dass am Anfang alles ein wenig rostig wirkt. Genau dafür sind Vorbereitungsspiele da, um den Rost loszuwerden“, so der Mann aus New Jersey.
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Niederlage in Essen
(atb). Trotz, vor allem im zweiten Spielabschnitt, ansprechender Leistung, mussten sich die Marburg Mercenaries in ihrem ersten Vorbereitungsspiel auf die GFL Saison 2009 den Assindia Cardinaals aus Essen mit 24:20 geschlagen geben.
Gerade die Offense, personell eigentlich recht gut besetzt, konnte in den ersten zwei Quartern keine Akzente setzen. Im Gegenteil verlor man das Ei gleich drei Mal an den Gegner und lud diesen somit zu Punkten ein. Der starke Aufsteiger ließ sich dann auch nicht lange bitten und erzielte durch den aus Langenfeld gewechselten Runningback Daniel Berg die ersten Punkte der Partie. Sascha Jungbluts Extrapunkt stellte den 7:0 Zwischenstand her. Im zweiten Viertel wurde diese Führung auf 14:0 ausgebaut, als wiederum Daniel Berg aus einem guten Meter in die Marburger Endzone lief. Bereits zu diesem Zeitpunkt wurde klar, dass die Essener mit ihrer „Option“ vor allem die Marburger Laufverteidigung testen würde. Sean Cooper, der es an diesem Nachmittag auf über 200 Yards brachte, konnte zwischenzeitlich den Anschlussstouchdown zum 14:7 erzielen (Extrapunkt Duft), bevor Jungblut mit einem Field Goal aus 30 Yards den Halbzeitstand von 17:7 herstellte.
Mit Neuzugang nach Essen
(atb). Das Bewusstsein, noch nicht auf dem Level zu sein, den man eigentlich zu diesem Zeitpunkt schon haben wollte ist allgegenwärtig. Aufgrund einiger Faktoren, wie z.B, dem unsäglichen „Trainerkarussell“, lief die Vorbereitung der Mercenaries bisher alles andere als nach Plan. Nichtsdestotrotz wird man sich am Wochenende dem starken Aufsteiger aus Essen stellen, um Lehren für die reguläre Saison zu ziehen und an der neuen Offense von Head Coach Tim McNulty zu arbeiten. Der Mann aus New Jersey jedenfalls, hat sich bereits als echter Glücksgriff für die Lahnstädter erwiesen, denn er versprüht Optimismus und Aufbruch: „Das Wort Problem haben wir aus unserem Wortschatz verbannt“, so McNulty der mit harter Arbeit bis zum Saisonbeginn wieder eine schlagkräftige Mannschaft auf den Rasen stellen will.
Nicht mit dabei sein wird Defensive Back Jamaal Jonas, der sich bereits im zweiten Training die Achillessehne abriss und der Mannschaft folglich lange Zeit fehlen wird. „Es sieht so aus, als wenn wir nicht weiter mit Jamaal planen können, so dass wir uns bereits nach einem Import-DB umsehen“, so Präsident Carsten Dalkowski. Der Ausfall des schnellen Safeties aus Misssouri wiegt besonders schwer, machte er doch im Training den Eindruck ein echter „Ballhawk“ mit Auge für die Spielsituation zu sein. In der Zwischenzeit haben die „Söldner“ still und heimlich einen neuen Linebacker verpflichtet, der bereits am Dienstag am Frankfurter Flughafen in Empfang genommen wurde. Jason Kelly kommt von der Saginaw Valley State University aus Michigan an die Lahn. An der Division II Universität spielte Kelly, der neben dem Krafttraining vor allem das Reisen als Hobby angibt, drei Jahre als Starting Linebacker, wobei sowohl die 4-3 als auch die 3-4 praktiziert wurde. Bei Bedarf kann er als Runningback und Strong Safety einspringen, Positionen, die ihm an der Bay City Western High School „All State“ Ehren einbrachten. Neben Krupinski wird Kelly also der zweite Import sein, der am Wochenende in Essen auf dem Feld steht. Definitiv nicht mit von der Partie ist Offensive Guard Lars Hampel, wobei zur Zeit angenommen wird, dass Chesney nach innen rutscht und Richard Pfeiffer, seines Zeichens Jugendnationalsspieler, die Position des Offensive Tackles übernimmt.
Tony "Seis Cuatro" zurück in Marburg
(atb). Nur wenige GFL Vereine können sich in der Offense den „Luxus“ erlauben, einen O-Liner als Import Spieler zu verpflichten. Bei den Mercenaries stand jedoch spätestens nach dem Weggang von André Mathes, der die Marburger bekanntlich Richtung Berlin verlies, fest, dass Tony Chesney als Anker der Linie zurückkehren würde. Der Brocken aus Kansas hatte sich im Kreise der Mannschaft viel Respekt erarbeitet und soll nun die vakante Position des Left Tackle besetzen.
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