Der Traum vom Einzug in den German Bowl ist geplatzt. Nach großer kämpferischer Leistung bei schwierigen Bedingungen unterlagen die Marburg Mercenaries in der Hauptstadt mit 36:21 und befinden sich jetzt bereits wieder in der Vorbereitung auf die nächste Spielzeit. Getreu dem Motto "Nach der Saison ist vor der Saison" sichtet man bereits wieder den Spieler-, und Trainermarkt, um die Fehler der vergangenen Saison nicht zu wiederholen, als der Kader aufgrund Verwirrungen bei der Trainersuche erst sehr spät feststand.
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Hält die "Berliner Mauer"?
Die Footballer der Marburg Mercenaries fahren mit einer Riesenportion Selbstvertrauen in die Hauptstadt, um am Sonntag gegen die Berlin Adler im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft zu spielen. "Nach der holprigen Saison mit viel Verletzungspech und den unvorhergesehenen Trainerswechseln hat sich die Mannschaft die Teilnahme an dem Halbfinale redlich verdient," erklärt Pressesprecher Arik Bredendiek und verspricht den Berlinern einen heißen Tanz. Nach dem glücklichen Sieg in der Verlängerung gegen Dresden sind die Marburger voller Tatendrang, um auch die nächste Überraschung perfekt zu machen. Runningback Cooper ist in der Form seinen Lebens und auch die Defense um den Amerikaner Jason Kelly hofft in Berlin an die Leistungen in der ersten Halbzeit im Viertelfinale anknüpfen zu können.
Marburg brennt
(atb). Die Marburg Mercenaries sind durch ein 64:63 gegen die Dresden Monarchs in das Halbfinale um den German Bowl eingezogen. Soviel zu den nüchternen Fakten. Die eigentliche Geschichte des Spieles erzählt jedoch von unfassbarer Spannung, unglaublicher Emotionalität und einigen Hauptakteuren, die alles auf dem Rasen ließen und dem Viertelfinale eindrucksvoll ihren Stempel aufdrückten.
Kurz nach der Halbzeit schien das Spiel eigentlich schon gelaufen. Die zuvor vielgescholtene Defense der Hessen hatte bis dahin einen guten Tag erwischt und die explosive Offense um Quarterback Kyle Israel nach besten Kräften eingedämmt. 35:14 stand es zu diesem Zeitpunkt und eigentlich war alles „business as usual“ im Georg-Gaßmann-Stadion. Sean Cooper hatte zu diesem Zeitpunkt schon vier Touchdowns erzielt und in Talib Wise auf Seiten der Monarchen schon früh sein Äquivalent entdeckt. Dann fumbelte Cooper und es entwickelte sich jener Plot, der das vielbemühte „Hitchcock Zitat“ geradezu heraufbeschwor. Dresden konterte mit drei Touchdowns in Folge und glich zum 35:35 aus, wobei Kyle Israel in dieser Phase das Ruder fest an sich riss und sein Passspiel zunehmend an Leichtigkeit gewann.
Endlich sind die Play Offs da
(atb). Es war zuletzt nicht immer einfach die Spannung hochzuhalten. Schließlich stand schon seit mehreren Wochen fest, dass es mehr als den zweiten Platz in der GFL-Gruppe Süd dieses Jahr nicht geben würde. Die Möglichkeit den erneuten Titel des Südmeisters einheimsen zu können, hatte man sich vor allem durch eine schlechte Phase mit teils unglücklichen Niederlagen am Anfang der Saison verbaut. Aus diesem Grunde ist man im Lager der Marburg Mercenaries jetzt auch froh, dass die schönste Jahreszeit im American Football endlich beginnt: die Play Offs. In diesen „Alles oder Nichts“ Spielen werden Kräfte freigesetzt, von deren Existenz man nach einer langen, kräftezehrenden Saison gar nichts mehr wusste. Zum Viertelfinale um die diesjährige Deutsche Meisterschaft, erwarten die „Söldner“ am Sonntag den 06.09.2009 um 16.00 Uhr mit den Dresden Monarchs jenes Team, welches man letztes Jahr auf dem Weg ins Halbfinale besiegen konnte, gegen die es 2009 in der Vorbereitung allerdings eine herbe 70:50 Klatsche setzte.
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Ein Sieg für die Moral
(atb). Es ging für beide Seiten um nichts mehr an diesem sonnigen Sonntag Nachmittag im Georg-Gaßmann-Stadion. Nachdem die Hausherren schon seit Wochen den zweiten Platz in der GFL Gruppe Süd sicher hatten und die Gäste aus Plattling nicht mehr absteigen konnten, brachte das „Spiel um die goldene Ananas“ aus Marburger Sicht eine Revanche für die knappe Hinspielniederlage und einen Motivationsschub für die anstehenden Play Offs. Der 55:28 Sieg der Mercenaries schien lange ungefährdet, stand dann Anfang der zweiten Halbzeit noch einmal auf der Kippe, bevor es dann im Schlussspurt doch noch deutlich wurde.
Schaulaufen vor der Kür
(atb). Eigentlich geht es für die Mannschaft von Interims-Hed-Coach Filip Pawelka am Wochenende um Nichts. Den zweiten Tabellenplatz und damit das Heimrecht im Viertelfinale in der Tasche, könnte man es gegen den starken Aufsteiger aus Plattling ruhig angehen lassen, wäre da nicht die unnötige Niederlage im Hinspiel, die noch immer an allen Beteiligten nagt. „Dieses Spiel wollen wir alles so schnell wie möglich aus unserem Gedächtnis streichen“ sagt dann auch Linebacker Basti Lau, der hinzufügt, dass man ja schließlich auch Fahrt aufnehmen wolle für das anstehende Viertelfinale gegen die Dresden Monarchs.
Niederlage nach großem Kampf
Die Marburg Mercenaries konnten mit erhobenen Köpfen die lange Heimreise antreten. In einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie hieß es bis zur Mitte des letzten Spielviertels 7:7 Unentschieden. Erst als die starken Gastgeber mit 14:7 in Führung gingen und die Marburger dann in der eigenen Hälfte einen vierten Versuch auspielen mussten, fiel die Entscheidung für die Norddeutschen (21:7).
Ausnahmsweise gehts nach Norden
(atb). Zu ihrem Interconference Spiel und zugleich längsten Auswärtsfahrt der Saison brechen die Marburg Mercenaries an diesem Wochenende auf. An der zur Zeit sonnigen Ostsee wartet mit den Baltic Hurricanes aus Kiel ein ganz harter Brocken auf die Mannschaft von Interims Head Coach Filip Pawelka. Beim derzeitigen Tabellenzweiten der GFL Gruppe Nord können die „Söldner“ unbeschwert aufspielen, hat man doch mit dem 28:27 Heimsieg gegen die Stuttgart Scorpions am letzten Wochenende, das Heimrecht im Viertelfinale der Play Offs bereits in trockene Tücher gepackt. Geschenke verteilen will man Kieler Förde indes nicht, geht es doch jetzt darum sich mit neuer Trainercrew auf die wichtigste Phase im Jahr vorzubereiten. „Ich hoffe, dass wir die Trotzreaktion, die man vor allem in der zweiten Halbzeit des Spieles gegen Stuttgart gespürt hat mitnehmen können. Wie man im Hinspiel gesehen hat ist auch in Kiel etwas möglich, auch wenn die Mannschaft seit dem ersten Aufeinandertreffen noch weiter verstärkt wurde“, so Pawelka zur Zielrichtung der Auswärtsreise.
Das Heimrecht ist gesichert
Die Zielrichtung vor der Partie gegen die Stuttgart Scorpions war klar. Nur ein Sieg gegen den Erzrivalen aus Schwaben würde das sichere Heimrecht für das Play Off Viertelfinale bedeuten. Wer nun allerdings dachte, die heimischen „Söldner“ würden dominant aus der Kabine kommen und dem Spiel früh ihren Stempel aufdrücken sah sich getäuscht. Nach einer zähen ersten Halbzeit bedurfte es einer Leistungssteigerung und ein wenig Glück um am Ende einen denkbar knappen 28:27 Sieg einzufahren.

