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Kein Spiel für Ästheten

Das Positive gleich vorweg: Nach zwei Niederlagen in Folge konnten die Marburg Mercenaries im hessischen Duell gege die Phantoms aus Wiesbaden den Trend umkehren und mit dem 6:0 wichtige Punkte im Kampf um die Krone des Südmeisters erringen. Dabei reichte eine höchst durchwachsene Leistung aus, die – teils wetterbedingt – einmal mehr aufzeigte, woran Head Coach Joe Sturdivant und sein Trainerstab in naher Zukunft werden arbeiten müssen. Während das Laufspiel – wiederum witterungsbedingt – eine prominente Rolle einnahm und streckenweise auch recht gut funktionierte, nahm sich das Passspiel über sämtliche Viertel eine komplette Auszeit. Insgesamt nur 7 von 18 Pässen brachte Quarterback Joachim Ullrich an den Mann und sah dabei nicht wirklich wie jener Spielmacher aus, von dem man noch zum Saisonauftakt und dem naheuzu fehlerlosen Auftritt gegen München eine bärenstarke Saison erwartet hatte. Die Passverteidigung hatte sich im Vergleich zum letzten Auftritt gegen Mannheim besser auf die langen Bälle eingestellt, profitierte jedoch auch davon, dass Gäste- Quarterback Kevin Brüngel teilweise recht wahllos in Mehrfachdeckung warf.

Hessenderby mit YOUFM und Rob Green

(atb.). Das für den kommenden Sonntag anstehende Hessenderby der Marburg Mercenaries gegen die Phantoms aus Wiesbaden wird auch abseits des Platzes von einem tollen Rahmeprogramm flankiert. Die YOUFM Roadshow mit dem bekannten Moderator Rob Green ist vor Ort und wird die Zuschauer – neben den hoffentlich zahlreichen sportlichen Leckerbissen – mit Live Radio und Musik verwöhnen. Auf dem Rasen geht es für die heimischen "Söldner" mehr als zuvor darum, in die Erfolgsspur zurückzufinden, nachdem die Niederlagen zuletzt nicht nur für erhebliche Frustration, sondern auch für temporäre Ratlosigkeit gesorgt hatten. Inzwischen brennt man aber wieder auf das Duell mit dem Gast aus der hessischen Landeshauptstadt. "Dieses Spiel bietet uns die perfekte Möglichkeit uns am eigenen Schopfe aus dem sportlichen Sumpf zu ziehen und dabei gleichzeitig auch noch die Zuschauer mit einem Siege gegen unsere Rivalen für die zuletzt miesen Leistungen zu entschädigen. Wer am Sonntag nicht heiß ist und alles auf dem Platz lässt, dem ist wahrlich nicht mehr zu helfen", so Linebacker und Mercenaries- Urgestein Sebastian Lau, der damit die Stimmung in der Mannschaft gut zusammefasst. Trotz und eine ausgeprägte "Jetzt erst recht" Mentalität.

Die Wiedergutmachung bleibt aus

(atb.) Man hatte sich viel vorgenommen im Lager der Mercenaries. Die Niederlage gegen die Franken Knights sollte vergessen gemacht werden, die Mannschaft wollte sich rehabilitieren. Dass es dann an diesem sommerlichen Nachmittag in Mannheim mit der 27:34 Niederlage ganz anders kam, hatte viele Gründe, Tatsache ist jedoch, dass man an der Lahn nunmehr gut beraten ist, zunächst kleinere Brötchen zu backen. Bei ausgeglichenem Punktekonto und der zweiten Niederlage gegen einen Aufsteiger in Folge, muss man sicherlich einiges ändern, soll am Ende der Saison tatsächlich noch ein Wurf, ob groß oder klein sei einmal dahingestellt, gelingen.

We are Marburg – and we want you!

Werde jetzt ein Teil der Mercenaries Familie:
Der Spieltag beginnt für einige von uns schon einen Tag vor dem eigentlichen Kickoff. Angefangen von den Spielfeldmarkierungen, inkl. der großen Zahlen, bis hin zum Aufbau der Torstangen ist schon am Samstag einiges an Arbeit notwendig.
Auch am Spieltag selbst stehen die ehrenamtlichen Helfer bereits einige Stunden vor dem offiziellen Einlass im Stadion und bauen das "drumherum", also das Catering und das Merchandising, auf und bereiten die vielen notwendigen Kleinigkeiten vor.

Ein Wiedersehen mit Coop

(atb). Es ist zwar schon ein paar Jährchen her, aber dennoch können sich die Fans der Marburg Mercenaries noch gut an die zwei Spielzeiten mit ihrem Runningback Sean Cooper erinnern. Vor allem in der Saison 2009, in der "Coop" mit fast 3100 Yards und 43 Touchdowns wohl einen Rekord für die Ewigkeit aufstellte, hat sich tief in das Gedächtnis der Hessen eingebrannt. Nunmehr, drei Spielzeiten später, steht er auf der anderen Seite des Balles und bei den Mercenaries ist es ein offenes Geheimnis, dass es vor allem der kleine, wendige Mann aus Texas ist, den es zu stoppen gilt, will man zwei Punkte aus Mannheim entführen. Dies sieht auch Head Coach und Defensive Coordinator Joe Sturdivant in der Spielanalyse so: "Mit Cooper steht und fällt das Angriffsspiel der Bandits, jedoch dürfen wir hier nicht zu eindimensional werden, schließlich eröffnet Danny Washington (spielte 2010 mit Sturdivant bei den Marburgern) als gelernter Runningback auf der Quarterback Position weitere schwer zu verteidigende Möglichkeiten. Wichtig ist, dass unsere Defense wieder zu den Basics zurückkehrt und anders auftritt als noch zuletzt gegen die Franken Knights."

Unerwartet, vermeidbar aber nicht unverdient

(atb). Eine unerwartete Heimniederlage mussten die Marburg Mercenaries am vergangenen Samstag hinnehmen. Der zuvor schon als stark eingeschätze Aufsteiger aus Franken zeigte Herz, führte früh und ließ sich auch nicht beirren, als man kurz nach der Halbzeit erstmalig einem Rückstand hinterherlaufen musste. Gestützt auf einen gut aufgelegten Quarterback James Townsend, der seine Farben immer wieder aus brenzligen Situationen retten konnte, schenkten die Knights den heimischen "Söldnern", und deren an diesem Tage leider indisponierten Defense, insgesamt 48 Punkte ein – Endstand 48:45 – und sorgten so für einen Paukenschlag in der GFL- Gruppe Süd.

Volles Programm in der GFL

(Huddle Verlag) Erstmals in der Geschichte der German Football League stehen am ersten Juni-Wochenende 2012 acht Spiele auf dem Programm. Alle 16 Mannschaften der seit dieser Saison auf jeweils acht Teams in den beiden Gruppen erweiterten Liga sind am Start und eröffnen den "heißen Juni" der Liga.

Starker Aufsteiger zu Gast

(atb.) Zu ihrem dritten Heimspiel in Folge begrüßen die Marburger Mercenaries am kommenden Samstag um 18.00 Uhr die Franken Knights. Der starke Aufsteiger hat schon zwei Siege auf dem Habenkonto, reist jedoch mit einer schmerzhaften Niederlage gegen die Rhein Neckar Bandits an, bei welcher man zur Halbzeit schon komfortabel mit 17:0 führte, bevor die Ex- Mercenaries Danny Washington und Sean Cooper das Spiel komplett drehten. Es bleibt also abzuwarten, wie sich die Mannschaft von Head Coach Martin Habelt erholt hat und vor allem, ob man der Defense, die zuletzt fast 500 Yards abgab, neues Leben einhauchen konnte.