Mit einem 34:25 Sieg im Gepäck traten die Marburg Mercenaries die Rückreise vom Auswärtsspiel in Mannheim an. Vorausgegangen waren vier schweisstreibende, teilweise hochemotional geführte Quarter, an deren Ende sich die "Söldner" als verdiente Sieger fühlen durften. Schlüsselszene der Partie sicherlich der Interception- Return Touchdown von Curtis Slater Mitte des letzten Viertels.
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Spiel eins nach dem Bergfest
Zwar ist der Spielplan innerhalb der GFL nicht so strukturiert, dass man nicht von einer wirklichen Rückrunde sprechen kann, dennoch haben die Marburg Mercenaries inzwischen die Hälfte ihrer regulären Saisonspiele absolviert. Bei fünf Siegen und zwei Niederlagen liegt man derzeit auf Platz drei der GFL- Gruppe Süd, hat die Ambitionen auf die "Pole Position" indes noch nicht ganz aufgegeben. "So wie die Saison bisher gelaufen ist, wäre es fahrlässig, nicht noch an dem Ziel Südmeister zu arbeiten, wohl wissentllich, dass dabei etliche Faktoren zusammentreffen müssten", so der Head Coach und frischgebackene Vater Matthias Dalwig.
Leichter Sieg gegen dezimierte Cowboys
Am Tage des WM Finales im fernen Brasilien, beschlich die Zuschauer schon vor dem Kick-Off die Ahnung, dass die Munich Cowboys an diesem Tage vielleicht kein wirklicher Prüfstein sein würden. Mit doch arg dezimiertem Kader hatte man die Reise zum Auswärtsspiel angetreten, viele dabei mit eigenem PKW, um irgendwo auf der Heimreise das Fußball Endspiel zu verfolgen. "Ich habe da von Autobahnraststätten bis zu Kneipen auf halber Strecke so ziemlich alles gehört", bilanziert Präsident Carsten Dalkowski, welcher mit der Leistung seiner Mercenaries recht zufrieden war. "Besser geht immer, aber mir hat gefallen, wi konzentriert die Mannschaft geblieben ist, auch wenn in der zweiten Halbzeit sicherlich der ein oder andere Gang runtergeschaltet wurde."
Erst München und anschließend (hoffentlich) Weltmeister
Die bittere Niederlage gegen die Stuttgart Scopions musste schnell abgehakt werden, denn bereits an diesem Sonntag geht es mit einem Heimspiel für die Marburg Mercenaries weiter. Zu Gast dieses Mal die Munich Cowboys, gerne auch als das "Grand ole team of the South" bezeichnet, welche bisher eine durchwachsene Saison spielen. Mit drei Siegen bei ebenso vielen Niederlagen steht man im Mittelfeld der Liga, die Play Offs natürlich noch immer fest im Visier. Am Wochenende sehen sich die Cowboys neben der eigenen sportlichen Herausforderung aber noch mit einem ganz anderen Problem konfrontiert. Durch die Kick Off Zeit am Sonntag um 16.00 Uhr, wird man das WM- Finale im fernen Brasilien wohl auf der Autobahn verfolgen müssen.
Hätte, hätte Fahrradkette
Wie sooft im Sport war es kein einzelner Moment, der das Spitzenspiel innerhalb der Südgruppe der German Football League zum Nachteil der Mercenaries entschied. Es war vielmehr erneut eine Verkettung von Unzulänglichkeiten, Pech und an diesem Nachmittag auch unglücklichen Entscheidungen. Zur Halbzeit hatte man 27:21 geführt, nach dem dritten Viertel war diese Führung gar auf 37:21 ausgebaut worden, und doch schafften es die "Söldner" – ähnlich wie im Hinspiel – nicht, den vielzitierten Sack zuzumachen. Am Ende blieb eine bittere 40:41 Niederlage, Stuttgart blieb die ungeschlagene Tabellenführung und den Zuschauern im Georg-Gaßmann-Stadion blieb die Erkenntnis, dass es in diesem Jahr offensichtlich keine die Nerven schonenden Spiele geben wird.
Der Tabellenführer kommt
Mit blütenweißer Weste und bereits sieben Siegen im Gepäck reisen die Stuttgart Scorpions am kommenden Sonntag nach Marburg. Wenig überraschend wird man weiterhin einiges an Selbstvertrauen eingepackt haben und doch ist man im Lager der Mercenaries guter Dinge den Platz als Sieger verlassen zu können. Dazu Head Coach Matthias Dalwig: "Stuttgart ist stark, keine Frage, aber wie müssen jetzt auch nicht so tun, als wenn sie der Riesenfavorit oder gar unschlagbar wären. Schließlich haben wir im Hinspiel selbst einiges dazu beigetragen, dass wir am Ende mit leeren Händen dastanden."
"Happy End" im Allgäu
Dass die Auswärtspartie bei den Allgäu Comets kein Selbstgänger werden würde, war bereits vor der Abreise ins ferne Kempten klar. Dass am Ende allerdings – mal wieder – ein furioses Finale auf die American Footballer der Marburg Mercenaries warten würde, dachten wohl nur die Wenigsten. "Erst das knappe Ding gegen Saarbrücken jetzt der Krimi aus dem Allgäu. Wird Zeit, dass wie unsere Nerven mal wieder ein bisschen schonen", resumierte dann auch ein sichtlich erleichterter Head Coach Matthias Dalwig. "Wir haben noch viel zu verbessern, aber wie die Mannschaft Charakter gezeigt und weiter gekämpft hat, das war schon sehr beeindruckend."
Zu Gast beim starken Aufsteiger
Die Allgäu Comets, Traditionsverein aus Kempten, waren lange von der Bildfläche German Football League verschwunden. Genau genommen hieß Deutschlands damals fast noch schmucklos 1. Bundesliga, als man sich im Jahre 2000 zwangsweise in die zweite Liga verabschieden musste. Doch nun ist man zurück in der Beletage des Footballs und wenn man ersten Idikatoren glauben schenken darf, wird dies auch so bleiben. Vor allem über eine starke Offense, statistisch derzeit die Nummer vier der Liga, hat man sich bereits zwei Siege aus fünf Partien erkämpft.
"Nailbiter" in Marburg
Football mit dem Qualitätssiegel "nichts für schwache Nerven" bekamen die rund 750 Zuschauer am Sonntag im Georg-Gaßmann-Stadion geboten. Dabei soll nicht unterschlagen werden, dass es teilweise, vor allem in Bezug auf beide Defense Formationen, kein wirklich erstklassiger Football war, jedoch war die Chronologie des knappen 51:49 Erfolges der Mercenaries zum "Raynet Family Gameday" an Spannung kaum noch zu überbieten. Herausragender Akteur auf dem grünen Rasen war einmal mehr Quarterback Micah Brown, der viele brenzlige Situationen mit seinen schnellen Beinen im Alleingang löste und so ganz nebenbei drei Touchdowns höchstselbst erzielte.
Mercenaries feiern "Raynet Family Gameday"
Anlässlich des Heimspieles gegen die Saarland Hurricanes am Sonntag, richten die heimischen Marburg Mercenaries einen Familientag unter der Schirmherrschaft des Hauptsponsors "Raynet" aus, bei welchem vor allem kleinere Zuschauer und Fans auf ihre Kosten kommen sollen. Neben Hüpfburg, Schminkstation und Segway Parcours, wird auch ein Karussell aufgebaut. "Wir freuen uns, mit der Raynet einen verlässlichen und starken Partner gefunden zu haben. Ohne solch ein Engagement, welches sich auch im kommenden Heimspiel ausdrückt, wäre Football der Spitzenklasse in Marburg nicht möglich", so Präsident Carsten Dalkowski, der sich zugleich darüber freut etliche Mitarbeiter des Sponsors vor Ort begrüßen zu können.

