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Niederlage nach furiosem Schlussspurt

An spannende, enge Spiele musste man sich diese Saison bei den Mercenaries gewöhnen. Teilweise, wie bei den Siegen gegen das Saarland oder im Allgäu, hatte man das bessere Ende für sich, in anderen Fällen, wie bei den knappen Niederlagen gegen den derzeitigen Südprimus aus Stuttgart, eben nicht. Und so war es dann auch passend, dass im letzen Heimspiel der regulären Saison – einer Partie vor spärlich besetzten Rängen in der es für beide Seiten rechnerisch um nichts mehr ging – noch einmal Spannung aufkam. Nachdem der Saisonabschluss gegen die Allgäu Comets zunächst bei regnerischem Wetter im wahrsten Sinne des Wortes vor sich hin plätscherte, schien man sich zum Ende beim Rennen um den schnellsten Score gegenseitig überbieten zu wollen. Es blieb ein 36:35 Auswärtssieg der "Kometen" durch ausgespielte Two-Point-Conversion bei ausgelaufener Uhr und die Erkenntnis, das spannend eben nicht immer mit hochklassig gleichzusetzen ist.

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Zum letzten Heimspiel der regulären Saison 2014 empfangen die Marburg Mercenaries den starken Aufsteiger aus Kempten. Die Allgäu Comets haben sich in ihrer ersten GFL-Saison gut verkauft und gezeigt, dass sie in die höchste deutsche Spielklasse gehören. Viele Spiele – so das Hinspiel gegen die „Söldner“ – wurden nur knapp verloren. „Die Comets könnten in dieser Saison auch ganz oben stehen, wenn sie nicht so viele Spieler in teilweise letzter Sekunde verloren hätten,“ erklärt auch Mercenaries Headcoach Matthias Dalwig, der sich sicher ist, dass es am Wochenende erneut einen offenen Schlagabtausch geben wird.

Hartes Stück Arbeit in Rothenburg

Fast schon erwartungsgemäß schwer taten sich die Marburg Mercenaries bei ihrem Auswärtsspiel in Rothenburg ob der Tauber. Am Ende stand ein knapper und schmeichelhafter 41-38 Auswärtssieg (7-14,17-18, 10-0,-7-6), den man sich erst nach einer Leistungssteigerung der Verteidigung nach der Halbzeit sichern konnte. Headcoach Matthias Dalwig war sichtlich erleichtert: „Wichtig war heute das Ergebnis. Uns war klar, dass das gegen die Knights kein einfaches Spiel wird.“ Besonders gefreut haben dürfte die Trainercrew die gelungene Aufholjagd und der gezeigte Teamgeist.

Ein Spitzenspiel, das keins war

Viele Worte muss man aus Marburger Sicht nicht über die deutliche Heimniederlage der Marburg Mercenaries gegen die Schwäbisch Hall Unicorns verlieren. 14-49 stand es am Ende von vier einseitigen Spielvierteln. Die Marburger Football haben sich damit um das Rennen um Platz 1 und 2 in der Gruppe Süd der GFL verabschiedet, können aber am kommenden Wochenende mit einem Sieg gegen den Tabellenletzten Franken Knights den dritten Tabellenplatz endgültig sichern.

Endspurt um den Südtitel

Die Worte „wichtigstes Saisonspiel“ werden gern überstrapaziert und doch stehen die Marburg Mercenaries am kommenden Sonntag genau vor solch einer Partie. Zu Gast im Georg-Gaßmann-Stadion dann die Schwäbisch Hall Unicorns, seit ein paar Jahren das Maß aller Dinge in der GFL- Gruppe Süd . Die Rechnung ist simpel: Gewinnen die „Söldner“ ihr Spiel, könnte es bei entsprechendem fauxpas der Konkurrenten noch zum Gewinn des Südtitels reichen. Verliert man jedoch, darf man sich wohl nicht nur endgültig von sämtlichen Zahlenspielen zu diesem Thema verabschieden, sondern riskiert gleichzeitig Platz 2, welcher Heimrecht in den Play-Offs bedeuten würde.

Welcome to the "Curtis Slater Show"

Man musste nicht lange suchen, um den Hauptakteur des 21:12 Sieges der Merceneries bei den Saarland Hurricanes ausfindig zu machen. Safety Curtis Slater, im Hinspiel gegen die "Canes" noch gesperrt, fing insgesamt drei Bälle ab, trug einen davon höchstselbst in die Endzone des Gegners zurück und legte so den Grundstein für die erfolgreiche Auswärtsfahrt. Dies war auch notwendig, zeigte sich doch die ansonsten durch die Luft so starke Offense der Marburger an diesem Abend nahe der französichen Grenze weniger produktiv als gewohnt. Der Defense wiederum wurde von Defensive Coordinator Sergeij Schmidt die beste Leistung der Saison bescheinigt, eine Leistung, die sich auch an Zahlen festmachen lässt. Vorzeige- Runningback Giovannie Dixon wurde ich Schach gehalten und übetraf erstmals in dieser Saison nicht die 100 Yard Marke.

Niederlage nicht erlaubt

Will man bei den Marburg Mercenaries in der Tat noch ein ernsthaftes Wörtchen bei der Vergabe des Südmeisters mitreden, sind Niederlagen bis zum Ende der regulären Saison nicht mehr erlaubt. "Diese Situation haben wir uns durch die teils unnötigen Niederlagen gegen Stuttgart selbst eingebrockt. Auf der anderen Seite darf man auch nicht vergessen, dass schon schmeichelhafte, wenn nicht gar glückliche Siege eingefahren werden konnten", so Präsident Carsten Dalkowski, der derzeit aus der sonnigen Türkei seiner Mannschaft die Daumen drückt. Das Hinspiel zwischen den beiden Kontrahenten war eine dieser bereits angesprochenen "engen Kisten", bei denen die Mercenaries nur knapp mit 51:49 die Oberhand behalten konnten. Entsprechend groß natürlich der Respekt vor dem kommenden Gegner auch bei Defensive Coordinator Sergej Schmidt: "Noch einmal 49 Punkte dürfen wir definitiv nicht zulassen. Die Defense muss die zuletzt aufstrebende Form bestätigen, da wir uns nicht darauf verlassen können, dass unsere Offense immer in der gleichen Größenordnung produziert."

Mercenaries gewinnen im Schongang

Ein klarer 42-14 Sieg stand am Ende eines sommerlichen Spielchens auf der Habenseite der Mercenaries. Die knapp 450 Zuschauer erlebten ein locker auftretenden Team aus Marburg und einen tapfer kämpfenden Gast aus Rothenburg.

Die rote Laterne zu Gast in Marburg

Mit den Franken Knights stellt sich am Sonntag der derzeitige Tabellenletzte der GFL- Gruppe Süd im Georg-Gaßmann-Stadion vor. Dabei ist "derzeit" wohl noch moderat formuliert, deutete doch zuletzt nicht viel darauf hin, dass die "Ritter" aus Rothenburg o.d. Tauber diesen Patz bis zum Saisonende noch werden verlassen können. Konnte man zum Anfang der Spielzeit die Partien mit einer schlagkräftigen Offense zumindest noch offen gestalten, wurden die Niederlagen zuletzt immer deutlicher. Gerade letztes Wochenende setzte es eine 12-45 Schlappe gegen – ohne ihren Superstar Dixon angetretene – Hurricanes aus Saarbrücken. Wen wundert es da, dass die Marburger als absoluter Favorit in die Begegnung gehen, eine Konstellation, die allerdings auch durchaus Ihre Tücken hat.