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Mercenaries auf europäischer Bühne

Zu ungewohnter Kick-Off Zeit um 15.00 Uhr empfangen die Marburg Mercenaries am kommenden Sonntag die Kiel Baltic Hurricanes von der Ostsee. Was anmutet wie ein Nord,- Süd Vergleich innerhalb der GFL findet tatsächlich in der European Football League statt und kommt für die Mercenaries zu keinem wirklich guten Zeitpunkt. "Das Spiel stellt eines der Highlights der Saison dar und so ist es fast tragisch, dass wir uns nicht nur sportlich, sondern inzwischen auch personell in einer schwierigen Situation befinden", hadert dann auch Präsident Carsten Dalkowski, der dennoch guter Dinge ist, dass die Marburger Fans auch am Sonntag wieder zu ihrer Mannschaft stehen. Dazu Dalkowski: "Wir haben unsere Fans in der Vergangenheit mit tollen Auftritten und Erfolgen verwöhnt. Ich bin mir sicher, dass wir auch diese sportlich schwereren Zeiten zusammen durchstehen werden."

Auch im dritten Anlauf kein Sieg

Man hatte sich viel vorgenommen für das Auswärtsspiel bei den Saarland Hurricanes und fuhr am Ende doch mit leeren Händen heim. Dabei hatte es zwischenzeitlich so ausgesehen, als könnte es mit dem ersten Sieg der Saison tatsächlich klappen, da man zu Beginn des letzten Viertels mit 17:13 führte und auch bis dahin den Hausherren absolut ebenbürtig war. Ein später Punt-Return-Touchdown von Ivy League Import Collin Bibb machte dann jedoch sämtliche Hoffnungen auf den "Zweier" zunichte.

Ein Sieg muss her

Konnte man sich bei der letzten Heimniederlage noch damit trösten, dass der Gegner – die Schwäbisch Hall Unicorns – derzeit leistungsmäßig in einer anderen Liga spielt, so gilt dies am kommenden Wochenende sicherlich nicht. Dabei wird keinesfalls missachtet, dass es sich beim kommenden Gegner, den Saarland Hurricanes, um einen starken Kontrahenten handelt, der kürzlich erst einen ungefährdeten Heimsieg gegen die Rhein Neckar Bandits einfahren konnte, und doch fühlt man sich in diesem "Matchup" deutlich wohler, als im Kampf mit dem Klassenprimus aus Hall. "Wir haben einige Verletzte wieder mit an Bord, das Training war intensiv und gut, so dass ich uns durchaus Chancen ausrechne im Saarland der ersten Sieg der Saison einzufahren", so Head Coach Matthias Dalwig am Mittwoch.

Vorentscheidung in der Big6

(afvd) Wie im letzten Jahr ist ein rein-deutsches Finale um den Eurobowl auch 2015 möglich. Beide deutschen Endspielanwärter benötigen dazu aber Siege in den letzten Spielen der Gruppenphase an diesem Wochenende. Die New Yorker Lions empfangen dabei am 16. Mai Flash de La Courneuve aus Paris in Salzgitter, die Schwäbisch Hall Unicorns gastieren am Tag darauf in Wien bei den Vienna Vikings.

Erwartet und doch schmerzhaft

Es ist ja nicht so, dass man diese Niederlage nicht hat kommen sehen. Im Gegenteil war jedem Zuschauer, der sich auch nur halbwegs in der deutschen Footballszene auskennt klar, dass hier zwei Mannschaften aufeinandertreffen, deren Saisonziele unterschiedlicher nicht sein könnten. Während der Gast aus Schwäbisch Hall Ambitionen auf den Titel hat, kann es für die Mercenaries im Jahr 2015 nach den bisher gezeigten Leistungen nur darum gehen, die Relegation zu vermeiden. "Alles andere ist derzeit Augenwischerei", so Präsident Carsten Dalkowski, dessen Fazit vom gestrigen Spiel dann auch eindeutig ausfällt: "Als Hall in der ersten Halbzeit Ernst gemacht hat, konnten wir nichts entgegensetzen. Erst als dort im zweiten Durchgang gefühlte drei Gänge rausgenommen wurden, war es etwas ausgeglichener." Doch damit nicht genug, einmal in der Analyse wird Marburgs Macher noch deutlicher: "Wir haben eine schwierige Saison vor uns. Umso wichtiger, dass jetzt alles Beteiligten an einem Strang ziehen. Mit allen meine ich die Mannschaft, den Trainerstab und das Umfeld." Ach ja, das Endergebnis lautete übrigens 43:7 für die Gäste.

"Ich erwarte eine Trotzreaktion"

Zugegeben, nur eine Woche nach einem eher desaströsen Auftritt gegen den großen Favoriten der Südstaffel innerhalb der German Football League antreten zu müssen, lässt wohl nur bei den ausgeprägtesten Optimisten die Herzen schneller schlagen. Und doch versucht man auf Seiten der Marburger keinen weiteren, aus Sicht der Verantwortlichen unnötigen, Druck aufzubauen. In der Sprache von Präsident Carsten Dalkowski klingt das so: "Trotz der Herkulesaufgabe erwarte ich von der Mannschaft unbedingte Leidenschaft und Kampf. Was dann am Ende dabei herauskommt wird man sehen, der Zuschauer muss aber den unbedingten Willen auf dem Rasen erkennen können."

Kampf um die Spitze in Braunschweig

Die Neuauflage des German Bowls von 2013 steht am 9. Mai im Braunschweiger Stadion an der Hamburger Straße im Mittelpunkt des kommenden GFL-Spieltages. Die New Yorker Lions empfangen zu ihrem zweiten Heimspiel der Saison mit den Dresden Monarchs ihren vermeintlich größten Herausforderer in der GFL Nord. Kiel hat der Titelverteidiger aus Braunschweig im GFL Season Opener bereits bezwungen, zudem letzte Woche beim Big6-Spitzenspiel in Innsbruck mit einem 33:28 bei den Tirol Raiders die Tür ins Finale um den Eurobowl weit aufgestoßen.

Mercenaries gehen zum Saisonstart baden

Der Saisonauftakt fiel für die Footballer der Marburg Mercenaries buchstäblich ins Wasser. Bei strömendem Regen, welcher auf beiden Seiten keinen wirklichen Spielfluss aufkommen ließ, zeigte sich vor allem die neu formierte Offense mit immensen Abstimmungsproblem, während die Defense zumindest – ohne zu glänzen – ein solides Spiel auf den Rasen brachte. Am Ende stand eine 7-14 Heimniederlage gegen keinesfalls gute Rhein Neckar Bandits und die Erkenntnis, dass noch viel Arbeit auf die heimischen "Söldner" wartet.

Saisonauftakt in Marburg

Am kommenden Sonntag hat die footballfreie Zeit in Marburg endlich ein Ende, wenn die neu formierte Mannschaft der Mercenaries zum Saisonauftakt die Bandits aus Mannheim empfängt. Dabei ist der inzwischen vollzogene Generationswechsel im Team von Head Coach Matthias Dalwig augenscheinlicher denn je, ein Fakt, welcher die Abgabe einer Prognose für die kommende Spielzeit mehr als in der Vergangenheit erschwert. Bei allen Überraschungen, die auf dem Rasen vielleicht warten mögen wurden – was den Kader angeht – in den letzten Wochen Tatsachen geschaffen. Mit dem Briten David Beale (Offensive Line) und vor allem Brian Ensminger (Quarterback) wurden zwei Schlüsselpositionen mit Import- Spielern besetzt.

Positionskämpfe

Nach einem stimmungsvollen Auftakt in Braunschweig im GFL Season Opener, bei dem der amtierende Meister New Yorker Lions doch etwas mehr Mühe hatte als erwartet, ehe der 38:28-Sieg vor über 5.000 Zuschauern gegen Kiel feststand, geht es am letzten April-Wochenende nun in der GFL in fünf Spielen um Punkte. Die New Yorker Lions reisen dabei nach Berlin, zur nominellen Nummer zwei der Hauptstadt, den Berlin Rebels. Diese präsentieren sich aber auf einigen Positionen auch durch Zugänge vom Lokalrivalen Adler verstärkt, was den Besuch des Titelverteidigers im Sinne der Standortbestimmung doppelt interessant macht.