Die Stadion Frankfurt Management GmbH – Betreibergesellschaft der Commerzbank-Arena – hat sich gemeinsam mit dem Sportamt der Stadt Frankfurt am Main erfolgreich um die Austragung des German Bowls beworben. Das Endspiel der German Football League (GFL) wird von 2008 bis 2010 in der Commerzbank-Arena ausgetragen.
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Endstation Braunschweig
Waren die Chancen auf einen Marburger Auswärtssieg in Braunschweig schon vor dem Kick-Off eher vorsichtig zu beurteilen, verringerten sich diese nach den ersten zwei Drives des Halbfinales um die Deutsche Meisterschaft noch einmal merklich. Runningback Jerod Void, der im letzten Aufeinandertreffen mit den Lions noch 157 Yards erzielt hatte, verletzte sich nach einem Tackle von Muk Khan so schwer, dass eine Rückkehr auf das Feld unmöglich wurde.
Mission im(possible) ?
Zugegeben, die Vorzeichen für einen Auswärtssieg der Marburg Mercenaries beim Deutschen Meister in Braunschweig stehen wirklich nicht besonders gut. Die Niedersachsen waren das dominierende Team der regulären Saison und haben darüber hinaus im heimischen Stadion an der Hamburger Straße noch nie gegen die „Söldner“ verloren. Und dennoch hat man sich im Lager der Hessen noch lange nicht aufgegeben.
Halbfinale in Braunschweig
(atb). Zugegeben, ein Footballspiel lässt sich immer aus mehreren Blickwinkeln betrachten. Während man nach dem Schlusspfiff die Kieler mit dem Schicksal hadern hörte, wohl in dem Glauben, einen möglichen Sieg verschenkt zu haben, trauerte man im Lager der Mercenaries vor allem den vergebenen Chancen nach, den oft zitierten Sack nicht viel früher zugemacht zu haben. Eine halbwegs objektive Analyse lässt beiden Interpretationen Raum. Tatsache ist, dass sich bei sommerlichen Temperaturen ein Play Off- Viertelfinale entwickelte, wie es sein muss: spannend, intensiv und stets fair.
Wirbelsturm beim "Auto Schubert Game Day"
(atb). Kent Anderson kennt den Weg. Sprachlich ein Kalauer, der allerdings indiziert, wie oft der Head Coach der Kiel Baltic Hurricanes in der Vergangenheit bereits den Weg nach Marburg antreten musste. Im Jahre 2004, damals noch für die Berlin Adler verantwortlich, verließ der smarte Amerikaner die Universitätsstadt als Sieger, bevor es im Anschluss mit den Braunschweig Lions zwei Niederlagen gab. Wenn es nach den Mercenaries geht, darf der Trend der letzten Aufeinandertreffen ruhig weitergehen. Dabei wird nicht verkannt, dass es sich bei dem Gast von der Ostsee um einen Hochkaräter handelt, der nur bei optimaler Leistung und bedingungslosen Einsatz zu schlagen sein wird.
Die Play Offs dürfen kommen
(atb.) Bevor das Spiel für die Saarland Hurricanes so richtig begann, war es eigentlich auch schon gelaufen. In einem fulminanten ersten Viertel legten die Marburg Mercenaries mit drei Touchdowns das Fundament für einen völlig ungefährdeten 41:6 Sieg, wobei sie für die ersten drei Touchdowns jeweils nur eine Ballberührung brauchten, um das Ei in die gegnerische Endzone zu tragen.
Die letzte Pflicht vor der Kür
(atb). Zum Ende der regulären Saison erwarten die Marburg Mercenaries das Tabellenschlusslicht aus dem Saarland. Die Hurricanes, welche mitten in der Saison ihr gesamtes Personal an nordamerikanischen Spielern auswechselten, mussten sich aufgrund des verlorenen direkten Vergleiches gegen die Darmstadt Diamonds, bereits seit geraumer Zeit damit abfinden, dass der Klassenverbleib – wenn überhaupt – dieses Jahr nur über die Relegation zu bewerkstelligen sein wird.
Ungefährdeter Auswärtssieg
(atb). Ein Hessenderby ohne viel Glanz war es, was den rund 300 Zuschauern – die das Stadion im Bürgerpark dem nur einen Steinwurf entfernten Freibad vorgezogen hatten – geboten wurde. Bei hochsommerlichen Temperaturen brauchte der Favorit aus Marburg ein gutes Viertel um sich „warm“ zu spielen, bevor die Darmstädter Dämme brachen und am Ende ein dominanter 45:0 Sieg verbucht werden konnte. Dabei erlaubte man sich auf Seiten der Mercenaries sogar den Luxus Runningback Jerod Void, der zuletzt mit über 190 Yards gegen die Stuttgart Scorpions aufhorchen ließ, aufgrund einer Zerrung zu schonen und die „Rookies“ Johann Gerner und Johannes Thiel in die Starter Rolle zu befördern. Auf der Position des Quarterbacks zog erstmals von Beginn an Johannes Hoppe die Fäden in der Offense der „Söldner“.
Hessenderby ohne Brisanz ?
(atb). Wenn man ehrlich ist, taugt das Spiel der Marburg Mercenaries bei den Darmstadt Diamonds auf dem Papier nicht gerade zu einem Thriller. Der Tabellensituation ist es geschuldet, dass das Hessenderby seine Brisanz in diesem August höchstens aus der Tradition, kaum aber aus der eigentlichen Bedeutung der Partie ziehen wird. Während die Nordhessen fremdbestimmt auf einen Ausrutscher der Stuttgart Scorpions hoffen müssen, um vielleicht doch noch zum vierten Mal in Folge Südmeister zu werden, haben sich die Diamonds durch den gewonnenen direkten Vergleich gegen die Saarland Hurricanes schon jetzt sämtlicher Abstiegssorgen entledigt. Was bleibt ist ein Spiel mit vielen Verletzten auf beiden Seiten, dessen Rollenverteilung eindeutig ist und welches wohl vor allem von den „Söldnern“ auch dazu genutzt werden wird, im Hinblick auf die Play Offs neue Spielzüge auszuprobieren.
Der Favorit wankt, fällt aber nicht
(atb). Als großer Favorit, aber mit arg gerupftem Kader, traten die Marburg Mercenaries am Sonntag im Sepp Herberger Stadion in Weinheim an. Ohne 9 (!) Stammkräfte in der Defense, darunter die beiden US- Amerikaner Watkins und Banks, Tuch, Jahnke, Siebrecht, Clark, und Ochs, war man am Ende froh, das Spiel überhaupt gewonnen zu haben. Das dies bei den Weinheimern nur ein müdes Lächeln hervorrief war auch klar. Die Longhorns, bei denen etliche Spieler traditionell „both ways“ gehen lieferten den erwarteten Kampf und waren dem Sieg am Ende wohl näher als vorab erwartet.

