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Hessenderby ohne Brisanz ?

(atb). Wenn man ehrlich ist, taugt das Spiel der Marburg Mercenaries bei den Darmstadt Diamonds auf dem Papier nicht gerade zu einem Thriller. Der Tabellensituation ist es geschuldet, dass das Hessenderby seine Brisanz in diesem August höchstens aus der Tradition, kaum aber aus der eigentlichen Bedeutung der Partie ziehen wird. Während die Nordhessen fremdbestimmt auf einen Ausrutscher der Stuttgart Scorpions hoffen müssen, um vielleicht doch noch zum vierten Mal in Folge Südmeister zu werden, haben sich die Diamonds durch den gewonnenen direkten Vergleich gegen die Saarland Hurricanes schon jetzt sämtlicher Abstiegssorgen entledigt. Was bleibt ist ein Spiel mit vielen Verletzten auf beiden Seiten, dessen Rollenverteilung eindeutig ist und welches wohl vor allem von den „Söldnern“ auch dazu genutzt werden wird, im Hinblick auf die Play Offs neue Spielzüge auszuprobieren.

Der Favorit wankt, fällt aber nicht

(atb). Als großer Favorit, aber mit arg gerupftem Kader, traten die Marburg Mercenaries am Sonntag im Sepp Herberger Stadion in Weinheim an. Ohne 9 (!) Stammkräfte in der Defense, darunter die beiden US- Amerikaner Watkins und Banks, Tuch, Jahnke, Siebrecht, Clark, und Ochs, war man am Ende froh, das Spiel überhaupt gewonnen zu haben. Das dies bei den Weinheimern nur ein müdes Lächeln hervorrief war auch klar. Die Longhorns, bei denen etliche Spieler traditionell „both ways“ gehen lieferten den erwarteten Kampf und waren dem Sieg am Ende wohl näher als vorab erwartet.

Marburg vs. Washington

(atb.) Wenn die Marburg Mercenaries am Sonntag zum Aufsteiger nach Weinheim reisen, wird es vor allem darum gehen die „One Man Show“ in Person von Danny Washington zu stoppen Der Sohn des Trainers zeichnet sich höchstselbst für rund ein Drittel der erzielten Yards des Teams verantwortlich, und hält darüber hinaus mit 195 Yards in einem Spiel noch immer den Saisonrekord in der GFL. Head Coach Brad Arbon, der Washington bei der WM in Japan selbst trainierte, weiß um die Gefährlichkeit des Runningbacks, stellt die Ausgangslage vor diesem Spiel indes völlig klar: „Weinheim hat schon im Hinspiel alles gegeben, dennoch gehe ich davon aus, dass wir das Spiel kontrollieren und gewinnen werden. Alles andere wäre eine maßlose Enttäuschung, zumal zuletzt beim Sieg egen die Stuttgart Scorpions so etwas wie ein Ruck durch die Mannschaft gegangen ist.“

Der Südmeister ist noch möglich

(atb.) Das Positive gleich vorweg: mit einer ihrer besseren Saisonleistungen haben die Marburg Mercenaries die letzte, theoretische Chance am Schopf gepackt, vielleicht doch noch – dann zum vierten Mal in Folge – den Titel des Südmeisters in die vereinseigene Vitrine stellen zu können. Der 28:21 Sieg gegen den direkten Konkurrenten aus Stuttgart war dabei der erste Schritt und dennoch sind die Marburger nunmehr auf die Schützenhilfe der Hamburg Blue Devils angewiesen. Nur wenn die Nordlichter das Nachholspiel gegen die Schwaben siegreich gestalten, klappt es noch mit dem erhofften Titel. Die zugegebenermaßen höchst hypothetischen Zahlenspiele einmal bei Seite gelassen, freuten sich die „Söldner“ über ein ordentliches Spiel mit einem überragenden Jerod Void als Ballträger und einer Defense, die zumindest gegen das gefürchtete Laufspiel der Scorpions über weite Strecken der Partie sehr gut aussah.

Spielverlegung !!!!

(atb). Nachdem die Stadt Marburg aufgrund der andauernden Regenfälle der letzten Tage das Georg-Gaßmann-Stadion bis einschließlich Samstag sperren ließ, wurde unter engem Kontakt mit den Stuttgart Scorpions versucht, eine für beide Seiten tragbare Lösung für eine Verlegung zu finden. Letztendlich konnte Einvernehmen darüber erzielt werden, dass das Spitzenspiel der GFL Gruppe Süd nunmehr am Sonntag den 12.08.2007 um 17.00 Uhr stattfinden soll. Präsident Carsten Dalkowski zeigte sich über die Entwicklung erleichtert: „Es wäre für alle Beteiligten schade gewesen, wenn dieses wichtige Spiel ausgefallen wäre und eventuell sogar nicht nachgeholt werden könnte. Wir wollten unbedingt Sonntag spielen und dabei sind uns die Scopions entgegengekommen, wobei wir auf Wunsch der Stuttgarter von unser eigentlichen Kick-Off Zeit abgerückt sind.“ Die Mercenaries hoffen trotz der recht kurzfristigen Verlegung auf […]

Das letzte Endspiel vor den Play Offs

(atb.) Wenn die Stuttgart Scorpions am Samstag in das Georg-Gaßmann-Stadion einlaufen, bedeutet dies für die Marburg Mercenaries zugleich auch die letzte – wenn auch theoretische – Chance im Kampf um die Krone des Südmeisters. Bei jetziger Konstellation müssten allerdings einige günstige Faktoren zusammenkommen, damit es mit dem Titel für die Hessen noch klappt. Erste Voraussetzung ist natürlich der Sieg gegen die starken Schwaben, die nach den zuletzt gezeigten Leistungen als Favorit in die Partie gehen. Weiterhin wären die Mercenaries aber auch auf Schützenhilfe der Hamburg Blue Devils angewiesen, die in ihrem Nachholspiel auf die „Skorpione“ treffen, und dieses – wenn es nach den Marburgern geht – unbedingt gewinnen sollten. „Alles theoretische Rechnerei“, so Linebacker Franco Ingravalle der zur Zeit eine Sperre absitzt. „Für uns ist es momentan wichtiger wieder zu unserem Spiel zu finden, die Fehler abzustellen und endlich mal eine rundum überzeugende Leistung abzurufen. Wenn dabei der Südmeister herausspringt schön, aber eigentlich haben wir den Titel durch die jüngsten Auftritte schon verspielt.“

Große Ziele auf Eis gelegt

(atb). „Walk the walk before you talk the talk“, ein ebenso altes wie wahres Sprichwort im American Football, wird nunmehr fast zwangsläufig zur Maxime der Marburg Mercenaries. Hatte man sich vor der Saison noch gute Chancen ausgerechnet, nach 2006 erneut in den German Bowl einziehen zu können, werden nach den jüngsten Leistungen wieder kleinere Brötchen an der Lahn gebacken. „Es macht zur Zeit einfach keinen Sinne Ansprüche zu formulieren, die an der Wirklichkeit komplett vorbeigehen“, so Präsident Carsten Dalkowski, der ebenso wie die 1.500 Zuschauer ein Spiel erlebte, in dem der Gast aus Braunschweig immer dann die Zügel anzog und zu Punkten kam, wenn es notwendig wurde. Die Mercenaries hingegen spielten teilweise gefällig mit, konnten aber reihenweise aus guten Feldpositionen kein Kapital schlagen. Was blieb war eine ernüchternde 10:29 Niederlage gegen den Deutschen Meister, die als positives Fazit vielleicht noch genug Zeit lässt, zu den fast sicheren Play-Offs in Tritt zu kommen.

Der Meister gibt sich die Ehre

(atb). Statistiken lügen nicht, aber sie erzählen oftmals auch nur die halbe Wahrheit. Bezogen auf die Spiele der Marburg Mercenaries gegen die Braunschweig Lions, beschreiben die nackten Zahlen, dass beide Mannschaften noch nie auf des Gegners Platz gewinnen konnten. Was sich aus den Zahlenspielen indes nicht ergibt, ist die Tatsache, dass zumindest die letzte Partie an der Hamburger Straße bis zuletzt auf Messers Schneide stand und die Anhänger der „Söldner“ wohl zurecht mit dem Gefühl nach Hause gingen, einen Sieg aus der Hand gegeben zu haben. So ist es denn auch nicht verwunderlich, dass Head Coach Brad Arbon auf die Heimbilanz gegen die Löwen aus Niedersachsen nichts gibt. „Wir erwarten wieder ein enges Spiel mit völlig offenem Ausgang. Auf Statistiken kann man sich nichts einbilden, sowohl im positiven wie auch im negativen Sinne“, so der US-Amerikaner zu der „weißen Weste“ der Mercenaries bei Heimspielen.

Fans are Friends – auch in Marburg

(atb). Auch bei den Marburg Mercenaries zeigt man sich solidarisch mit den Fans der Frankfurt Galaxy. "Wir wollen mit einigen Aktionen in den nächsten Wochen und Monaten ein neues Zusammengehörigkeitsgefühl der Fans der ehemaligen NFLE zu der GFL und ihren Fans schaffen," erklärt Mercenaries Präsident Carsten Dalkowski. Dazu wird es bereits beim Spitzenspiel gegen die Braunschweig Lions am kommenden Sonntag (05. August) eine gemeinsame Aktion geben.

Kleiner Mann ganz groß

(atb). Von der Auswärtsfahrt zu den Saarland Hurricanes brachten die Marburg Mercenaries neben dem erwarteten Sieg auch einige positive Erkenntnisse mit. Das 40:6, bei dem die Mannschaft von Head Coach Brad Arbon nicht einmal im Ansatz gefordert wurde, hatte in Johann Gerner einen zuvor wohl von den Wenigsten erwarteten Helden. Der gerade einmal 1,60 Meter große Runningback, just der Jugendmannschaft entwachsen, erzielte drei Touchdowns bei 102 Yards und gab mithin eine eindrucksvolle, erste Visitenkarte in der GFL ab. Auch die Defense der Hessen hatte einen sehr guten Tag erwischt, fing insgesamt drei Pässe des neuen Saarländer Quarterbacks Antoine Smith ab, punktete durch einen Safety und sorgte auch sonst dafür, dass sich der Raumgewinn der „Canes“ sehr übersichtlich gestaltete.