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20.06.2016: Ein Spiel der vertanen Chancen

Ein Spiel der vertanen Chancen
Die Wahrheit liegt ja bekanntlich oftmals in der Mitte, und so ist es auch nicht verwunderlich, dass die Analyse der beiden Mannschaften hinsichtlich des Spielgeschehens möglicherweise stark voneinander abweichen werden. Während die Marburg Mercenaries vergebenen Chancen nachtrauerten und individuelle Fehler zu beklagen hatten, können die Stuttgart Scorpions das vielzitierte Pferd herausholen, das ja bekanntlich immer nur so hoch springt, wie es gerade muss. Tatsache ist, dass der 30:14 Sieg der Stuttgarter nicht so klar war, wie der Spielstand es vermeintlich hergibt.
Marburg begann gut, ohne jedoch aus dem starken Anfangsdrive Kapital schlagen zu können. Ausgerechnet der ansonsten verlässliche Silas Nacita leistete sich kurz vor der Endzone der Schwaben einen kostspieligen Fumble, der sämtliche Chance auf eine frühe Führung zunichte machte. Doch auch Stuttgart startete desaströs. Seinen allerersten Pass der Partie warf Quarterback Shane Carden von seinem "back foot" bekam so nicht ausreichend Luft unter den Ball, was in einer vielumjubelten Interception durch Mercenaries Safety Damon Collins endete. Aus Sicht der heimischen Fans blieb Marburg sich jedoch im Auslassen von Chancen treu, scheiterte bei ausgespieltem vierten Versuch und verteile anschließend das erste große Präsent des Nachmittags. Trotz der Tatsache, dass der Ball eine gefühlte Stunde durch die Luft segelte konnte Safety Jessy Hogan das Ei nicht lokalisieren. Resultat war ein - diplomatisch formuliert - vermeidbarer Touchdown durch Rocco Scarfone. (0:7) Ende des ersten Viertels leistete sich Holt Claiborne in höchster Bedrängnis eine Interception, welche von den Scorpions, jetzt schon zu Beginn des zweiten Quarters, zu einem weiteren Touchdown durch Fabian Weigel genutzt werden konnte. (0:14) Bereits hier wurde deutlich, dass die Passverteidigung der "Söldner" an diesem Tag desöfteren massive Abstimmungsprobleme aufwies, denn auch beim nächsten Touchdown der Gäste war die Defense völlig indisponiert. Wide Receiver Sergio Taylor, Neuzugang aus Mexiko, nutzte eine Lücke zwischen Safety und Corberback eiskalt zum 0:21. Runningback Silas Nacita war es vorbehalten kurz vor der Pause wieder für Hoffnung im Lager der Mercenaries zu sorgen. Sein Lauf aus fünf Yards, bei dem er sein Markenzeichen den "Hurdled Player" einsetzte, sorgte für den 7:21 Anschluss. Zu Beginn der zweiten Habzeit dann eine strittige Szene, die von den Schiedsrichtern zum Nachteil der Marburger ausgelegt wurde. Bei einem durch "Halfback-Pass" ausgespielten vierten Versuch soll Nacita bereits über die Line of scrimmage gewesen sein, eine Entscheidung, die sich mit bloßem Auge kaum nachvollziehen ließ. Wie dem auch sei verwertete Stuttgart die gute Feldposition im Stile des Favoriten, als Lukas Hitzker - wiederum völlig allein gelassen - das 27:7 für die Scorpions markieren konnte. (Extrapunkt vergeben) Endgültig gelaufen war die Partie dann, als der nächste Drive der Gastgeber kurz vor der Endzone der Schwaben erneut nichts Zählbares einbrachte. Neuzugang Fred Liepner, der zwar andeutete, dass er zu einer echten Verstärkung werden kann, indes auch durch einige Unkonzentriertheiten auffiel, tankte sich kraftvoll bis zur Goalline durch, wo ihm das Ei jedoch kurz vor dem Ziel entrissen wurde. Das zweite Mal an diesem Nachmittag stand man direkt vor der Endzone der Stuttgarter gleichzeitig aber auch mit leeren Hände da. Zwar konnte Nacita neun Minuten vor Schluss noch einmal auf 14:27 verkürzen, aber eng wurde die Begegnung im Anschluss nicht mehr. Günther "Doc" Michel arbeitete die Uhr mechanisch herunter und selbst eine zwischenzeitliche Interception von Jessy Hogan konnte den Scorpions letztendlich nichts mehr anhaben. Nachdem Fabian Weigel 26 Sekunden vor Schluss per Field Goal den Endstand von 30:14 hergestellt hatte, beendete geradezu symbolisch ein weiterer Fumble beim anschließenden Kick-Off-Return das Spiel. Auf Marburger Seite verhinderten ganz einfach zu viele Fehler und vertane Chancen ein (noch) engeres Spiel, wobei die Schwächen der Mannschaft wieder einmal mehr als deutlich zutage traten. Trotz eigentlich guter Leistung der Defense, ist man immer wieder anfällig für "big plays" da es an der Abstimmung innerhalb der Secondary komplett fehlt. Die Offense wiederum bekommt ihrerseits das Passspiel nicht in den Griff. In den seltensten Fällen werden tiefe Pässe probiert, was es der gegnerischen Defense zu einfach macht, sich auf das starke Laufspiel einzustellen. Am kommenden Sonntag steht nunmehr das überaus wichtige Rückspiel bei den Rhein-Neckar-Bandits in Mannheim auf dem Programm. Dazu Präsident Carsten Dalkowski: "Ein frühzeitiges Endspiel. Wenn wir den Rest der Saison nicht noch unnötig zittern wollen, ist ein Sieg Pflicht."