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19.05.2014: Eine gute Halbzeit reicht nicht

Eine gute Halbzeit reicht nicht
Es war ein Spiel der völlig unterschiedlichen Halbzeiten. Während die Marburg Mercenaries die gastgebenden Stuttgart Scorpions zu Beginn der Partie nahezu überranten und bereits zum Pausentee mit 27:7 führten, lief im zweiten Durchgang nichts mehr viel zusammen beim hessischen Erstligisten. Schritt für Schritt arbeiteten sich die Schwaben zurück ins Spiel, holten Touchdown um Touchdown auf und gingen kurz vor Schluss mit 36:33 in Führung. Eine Führung die letztendlich knapp und - wie immer im Sport - auch ein wenig glücklich verteidigt werden konnte.
Die Hausherren nutzten bereits den ersten Drive zur Führung, als Steffen Haenelt einen kurzen Lauf zum 7:0 vollenden konnte. Anschließend spielte allerdings nur noch Marburg. Trotz ständigem Druck, gelang es Mercenaries- Quarterback Micah Brown immer wieder der Meute auszuweichen und tiefe Pässe abzufeuern. Schon nach dem ersten Quarter stand es 27:7 für die Marburger, und manch einer der rund 900 Zuschauer in Esslingen, dem diesjährigen Ausweichquartier der Scorpions, rieb sich verwundert die Augen. Vor allem Luke McCann stach in dieser Phase mit drei Touchdowns heraus, während der vierte Score von Patrick Trumpfheller auf dem Laufwege besorgt wurde. Lange Gesichter an der Stuttgarter Sideline, denn selbst als Lasse Ahlgrimm auf Pass von Quarterback Barthelmess Hoffnung aufkommen ließ, wussten die wie aus einem Guss spielenden "Söldner" eine Antwort. Micah Brown höchstselbst stellte per Lauf den 33:14 Pausenstand sicher. Nach dem Wechsel nahm man auf Seiten der Mercenaries einen Wechsel im Gameplan vor, spielte nun nachvollziehbarkonservativer, um möglichst viel Zeit von der Uhr zu nehmen. Zwar klappte dies hinsichtlich des Raumgewinns hervorragend, was nunmehr fehlte waren indes die Punkte als Belohnung der Arbeit. Nachdem Matt Burnett für die Scopions eine Interception geglückt war, kippte das vielbeschriebene "Momentum" des Spiels langsam zugunsten der Gastgeber. Spätestens als Quarterback Barthelmess per Lauf auf 21:33 verkürzen konnte, hatte man das von Vielen erwartete Spiel auf Augenhöhe. Marburg wurde nun zusehends nervöser und die Schwaben schlugen daraus Kapital. Mar’Quone Edmonds brachte seine Farben mit dem 27:33 zunächst in Schlagdistanz und als sich dann bei den Marburgern die Fehler zu häufen begannen, stand man bei den "Skorpionen" bereit, um die Aufholjagd zu krönen. Micah Browns Interception an der eigenen 15 Yard Linie, verwandelt in einen weiteren Touchdown von Barthelmess, sorgte nicht nur für das 36:33, sondern auch für die Notwendigkeit auf Seiten der Lahnstädter wieder einen Gang hochzuschalten. Doch dies ist dann eben nicht mehr so einfach, wenn man zuvor vor allem versucht einen Vorsprung zu verwalten. Man probierte noch einmal alles, arbeitete sich bis an die 25 Yard Linie der Stuttgarter vor, scheiterte dort jedoch an eigenen Unzulänglichkeiten. Was in der ersten Halbzeit noch Automatismus war, funktionierte nun nicht mehr. Bälle wurden fallen gelassen und trotzdem hatte der "Footballgott"noch eine letzte Chance für die "Söldner" parat. Trotz auslaufender Uhr konnte man nach vorangegangener Pass Interference Strafe gegen die Scorpions noch einmal die Field Goal Unit auf das Feld schicken. Doch diese, bisher nicht das Prunkstück der Marburger Saison, verfehlte in Person von Kicker Cesare Vanucci knapp, um so einen schon sicher geglaubten Sieg doch noch aus den Händen zu geben. Als Fazit bleibt festzustellen, dass die Südgruppe innerhalb der GFL tatasächlich eng beieinander zu liegen scheint. Am Wochenende jedenfalls trafen zwei ausgeglichene Mannschaften aufeinander, die sich nichts schenkten und wohl beide den Sieg verdient gehabt hätten.