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19.09.2011: Im Viertelfinale ist Endstation

Im Viertelfinale ist Endstation
(atb). Erstmals seit der Saison 2003 findet das Halbfinale um den German Bowl ohne die Marburg Mercenaries statt. Die 10:14 Niederlage gegen die Düsseldorf Panther auf heimischem Terrain war am Ende verdient, wenn auch vermeidbar, und hatte seine Gründe vor allem in einer überschaubaren Leistung der Offense, die über vier Quarter keinen Rhythmus fand. Das dazu auch immer ein Gegner gehört, der eben jenen Rhythmus ändert und zerstört versteht sich von selbst, und so gebührt sicherlich die größte Wertschätzung an diesem Tage der Panther-Defense, welche in den Schlüsselszenen des Spiels immer die richtige Antwort parat zu haben schien. Als dies kurz vor Schluss einmal nicht der Fall war, kam eine rettende Flagge geflogen, aber dazu später mehr...

Sehr zur Freude der Verantwortlichen hatte sich das Wetter pünktlich zum Kick Off stablisiert und auch der zuletzt doch arg gebeutelte Rasen des Georg-Gaßmann-Stadions präsentierte sich in gutem Zustand. Das Spiel hingegen signalisierte bereits früh seine Absicht, sich eher in die Herzen der Defense- Liebhaber spielen zu wollen, als die ersten Angriffsbemühungen beider Seiten notgedrungen mit einem Punkt endeten. Erst zum Ende der ersten Quarters bekamen die Gastgeber ihre Nervosität besser in den Griff und legten einen Drive hin, der in der Rückschau bereits der beste der gesamten Partie gewesen sein sollte. Knappe sechs Minuten konzentrierter Football brachten die 7:0 Führung, als Quarterback Joachim Ullrich Tightend Bastian Nau - nunmehr bereits Anfang des zweiten Viertels - mit kurzem Pass in der Endzone der Düsseldorfer bediente. (PAT Peter Müller) Da wollte natürlich auch die Offense der Panther nicht hintenanstehen. Robert Demers, der wie sein Gegenüber Jo Ullrich keinen wirklich guten Tag erwischt hatte, erzielte 56 seiner insgesamt 60 Passing Yards der ersten Halbzeit mit zwei Pässen auf Yannik Baumgärtner, wobei dieser bei seinem Touchdown- Catch über 28 Yards von einem der wenigen Fehler der Marburger Passverteidigung an diesem Tage profitierte. Kurz vor der Halbzeitpause drangen die Mercenaries dann noch einmal tief in die Hälfte der Düsseldorfer vor, klopften an deren Endzone, mussten sich aber schlussendlich mit einem Fiel Goal aus 30 Yards von Peter Müller und den daraus resultierenden drei Punkten begnügen. Mit einer knappen 10:7 Führung ging es in die Kabinen, vor allem auch deswegen, da die Defense der Mercenaries eine beherzte und nahezu fehlerlose erste Halbzeit hingelegt hatte.

Nach dem Wechsel änderte sich zunächst nicht wirklich viel. Beide Defense Reihen drückten dem Spiel weiter ihren Stempel auf, was sich in Quarterback Sacks, frühzeitig und damit unkontrolliert geworfenen Bällen und einer Interception (Philipp Kalisch konnte einen langen Pass von Ullrich auf Ryan Bass abfangen) ausdrückte. Richtig spannend wurde es erst wieder im letzten Viertel, spätestens ab jenem Zeitpunkt, als Nationalmannschafts Receiver Niklas Römer - den die Mercenaries ebenso wie seinen Partner Dominic Hanselmann gur im Griff hatten - ein zumindest fragwürdiger Touchdown zur erstmaligen Führung der Panther gelang. Fragwürdig deswegen, da Römer die Kontrolle über den Ball aus Sicht vieler Beobachter erst zu einem Zeitpunkt erlangte, als er sich klar "out of bounds" befand. Nun überschlugen sich die Ereignisse. Während die Offense der Hausherren weiterhin stotterte, war es dem an diesem Tage besseren Mannschaftsteil vorbehalten, noch einmal den Funken der Hoffung zu entfachen. Dieser Funken erglomm in Form eines Fumbles von Quarterback Richard Demers, der das Spielgerät nach einem harten Hit kurz vor der Marburger Endzone verlor. Bei nur noch wenigen Minuten auf der Uhr schien das Timing plötzlich wieder da zu sein. Ullrich vervollständigte seine ersten beiden Pässe des Drives und plötzlich sah man sich bei einem "third and three" einer, wenn nicht sogar DER Schlüsselszene des Spiels ausgesetzt. Die Wahl des Trainerstabes fiel auf einen Laufspielzug über Patrick Tumpfheller, der den zu diesem Zeitpunkt bereits verletzungsbedingt ausgeschiedenen Joe Clark ersetzte. Trumpfheller brach über die linke Seite durch und konnte erst sechs Yards vor der Düsseldorfer Endzone aufgehalten werden, doch eine Flagge gegen die Offensive Line annulierte diesen großen Raumgewinn. Kurze Zeit später sah man sich dann einem "fourth and seventeen" ausgesetzt und scheiterte.

Die Panther fahren nunmehr nach Kiel, während die Mercenaries bereits jetzt in die Saisonplanung für 2012 einsteigen können. Die Serie von sieben Halbfinalteilnahmen in Folge ist damit gerissen. Es musste irgendwann einmal passieren und doch überwiegt die Enttäuschung, dass gerade bei einem so wichtigen Spiel, das Potential der Mannschaft nicht einmal im Ansatz abgerufen werden konnte.