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17.08.2009: Das Heimrecht ist gesichert

Die Zielrichtung vor der Partie gegen die Stuttgart Scorpions war klar. Nur ein Sieg gegen den Erzrivalen aus Schwaben würde das sichere Heimrecht für das Play Off Viertelfinale bedeuten. Wer nun allerdings dachte, die heimischen „Söldner“ würden dominant aus der Kabine kommen und dem Spiel früh ihren Stempel aufdrücken sah sich getäuscht. Nach einer zähen ersten Halbzeit bedurfte es einer Leistungssteigerung und ein wenig Glück um am Ende einen denkbar knappen 28:27 Sieg einzufahren.

 

Bei hochsommerlichen Temperaturen passte sich das Spiel zunächst dem Wetter an. Nach einem Punt auf beiden Seiten fand die Mannschaft von Head Coach Andreas Mecherlein zuerst ihren Rhythmus. Aus guter Feldposition an der Marburger 45 Yard Linie arbeitete man sich mechanisch immer weiter vor, bis „Der Zug“, wie vor dem Spiel auf seinem T-Shirt zu lesen war, Station in der Marburger Endzone machte. Patrick Scott, ehemals Geiger, prügelte das Ei aus kurzer Distanz zur 7:0 Führung für seine Farben. (Extrapunkt Wurster) Marburg blieb die Antwort zunächst schuldig, konnte sich jedoch bei seiner Defense bedanken, welche die „Skorpione“ bei einem ausgespielten vierten Versuch aufhalten konnten. Nun kam auch Runningback Sean Cooper langsam auf Temperatur. Hatte die Defense der Stuttgarter vor allem die Mitte zunächst gut im Griff, taten sich jetzt mit zunehmender Müdigkeit wieder Lücken auf, die der wendige Texaner vermehrt zu nutzen wusste. Lohn der Bemühungen war der 7:7 Ausgleich, als Cooper in unnachahmlicher Art seine Gegenspieler düpierte. (Extrapunkt Duft) Doch die Schwaben hatten etwas gegen das an sich leistungsgerechte Unentschieden zur Halbzeit. In kürzester Zeit überbrückte Quarterback Ira Vandever den Platz und konnte mit Hilfe von Walt Harris die 14:7 Führung mit in die Kabine nehmen.

 

Nach der Pause holten sich die Mercenaries dann zunächst jenes Glück ab, welches ihnen in letzter Zeit scheinbar abhanden gekommen war. Ein überworfener Pass von Quarterback Joachim Ullrich fand auf Umwegen die fangbereiten Arme von Markus van Daalen, der sich über den ersten Touchdown der Saison freuen konnte. Leider ging der anschließende Extrapunkt schief, so dass die Hausherren weiterhin einem – wenn auch knappen – 14:13 Rückstand hinterherliefen. Dieser sollte sich jedoch bereits im nächsten Drive vergrößern, denn die Scorpions konterten prompt, Vandever wiederum Harris in der Endzone der Mercenaries bediente. (21:13) Jetzt war es ein offener Schlagabtausch und endlich auch das Spitzenspiel, auf das die rund 900 Zuschauer so sehnsüchtig gewartet hatten. Nach einem guten Return von Marcel Duft, zeigte Cooper erneut seine Klassen und vollendete aus über 20 Yards zum 21:21 Ausgleich. Nun war auch die Defense wieder hellwach. Ein Sack von Michael Greif zur rechten Zeit gab seiner Offense das Angriffsrecht zurück, und diese nahm die Vorlage dankend auf. Cooper mit seinem dritten Touchdown an diesem Nachmittag erzielte mit dem 28:21 die erste Führung für die Hausherren, bevor das Spiel seiner hochspannenden Endphase entgegensteuerte. Denn als Ira Vandever seine Beine mal wieder in die Hand nahm, allen in der Marburger Defense davonlief und am Ende nach 60 Yards auf 28:27 verkürzt hatte, fällte der Stuttgarter Trainerstab  seine einzige wirklich falsche Entscheidung an diesem Tag. Man versuchte eine Two-Point-Conversion die scheiterte und in der Rückschau das Spiel entschied. Denn ein letztes Aufbäumen wurde schlussendlich von der Marburger Defense im Keime erstickt. Ausgerechnet Jamaal Jonas, jenem langzeitverletzte Safety der Lahnstädter, der aufgrund seines Achillessehnenrisses aus der Vorbereitung noch kein Heimspiel bestreiten konnte, sorgte mit einem freigeschlagenen Ball, den er anschließend auch noch selbst sichern konnte, für die endgültige Entscheidung.

 

Überschattet wurde das Spiel durch die schwere Verletzung von Scorpions Spieler Emrah Güyüldar, dem die Mercenaries auf diesem Wege die besten Genesungswünsche übermitteln wollen. Gleichzeitig stellt das Spiel aber auch den Abschluss einer turbulenten Woche dar, in der sich die Mercenaries von Defensive Coordinator Daniel Garcia trennen und Head Coach Tim McNulty schweren Herzens Richtung Heimat ziehen lassen mussten. Letztgenannter reiste aufgrund stark angeschlagenen Gesundheitszustandes ab.