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03.04.2009: Ein "Slash" bei den Mercenaries

(atb). Deion Sanders, legendärer Defensive Back und Kick Returner unter anderem bei den San Francisco 49ers und den Dallas Cowboys, ist sein Lieblingsspieler. Als Begründung gibt Jamaal Jonas, seines Zeichens Neuzugang bei den Marburg Mercenaries an, Sanders wäre nie eindimensional gewesen, was fast noch eine Untertreibung ist, bedenkt man das „Prime Time“ ja auch professionell Baseball gespielt hat. Diese Vielseitigkeit ist es, die auch den Mann aus St. Louis auszeichnet. Jonas der bei den Marburgern vor allem für die Defense vorgesehen ist, hat von Quarterback über Cornerback bis zum Outside Linebacker so ziemlich alles gespielt, was es auf dem Footballfeld an Positionen zu verteilen gibt. Noch dazu läuft er die 40 Yards unter 4,4 Sekunden und eignet sich damit ideal für Punt-, und Kick Off Returns.
Die große Collegekarriere blieb dem US-Amerikaner verwehrt. Die Zeit in der High School, in der er sich wie er selbst zugibt wenig um schulische Noten gekümmert hat führte dazu, dass sämtliche interessierte Universitäten der Division I von einem Stipendium Abstand nehmen mussten und dies obwohl All-Conference und All-Metro (Illinois und Missouri) Berufungen erfolgten. Nach seinem finalen Jahr an der Cahokia High School folgte eine Nominierung für Team Misssouri im Down Under Bowl. Finanzielle Unterstützung einer NAIA- Schule wurde abgelehnt, da er sich letztendlich dafür entschied zusammen mit einem Freund das Canton Junior College im Staate New York zu besuchen. Eine fatale Entscheidung wie sich herausstellen sollte, wurde doch das Footballprogramm nach einem Jahr bereits wieder eingestellt. Was folgte waren kurze Engagements bei den Sioux City Bandits und den Dupo Fury in einer „semi-pro“ Liga. Was letztendlich den Ausschlag für eine Verpflichtung des 25jährigen gab, war neben den persönlichen Gesprächen die damalige Bewertung der Purdue University, an welche die Mercenaries eher durch Zufall gerieten. Dort wurde immer noch von einem hochgradig talentierten Spieler gesprochen, der ein internes Rating erhielt, welches ihn in den Augen der Universität als möglichen ALL Big Ten Player auswies. Head Coach Tim McNulty, der ebenfalls mit dem Spieler Kontakt aufnahm, erwartet viel von seinem Schützling. „Ich weiß, dass es gradlinigere Karrieren gibt, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass Jamaal zu den absolut positiven Überraschungen dieser GFL Saison gehören wird.“ Jonas ist bereits in Deutschland gelandet und reist an diesem Wochenende mit seinen Mannschaftskameraden ins Trainingslager nach Fulda.