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04.09.2008: Die Erinnerungen an Cappel

So schade es auch sein mag, dass die Marburg Mercenaries ihr Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft aufgrund von Umbauarbeiten nicht im Georg-Gaßmann-Stadion spielen können, darf man doch nicht die Augen vor der – zugegeben recht kurzen – Geschichte des Ausweichplatzes „Am Köppel“ in Cappel verschließen. Noch in jüngerer Vergangenheit konnte man im Marburger Stadtteil wichtige Siege erringen, wie z.B. 2006 der Halbfinalsieg gegen die Blue Devils aus Hamburg, so dass die Verantwortlichen optimistisch in die Play-Off Begegnung gehen. Gedanklich hatte man sich eigentlich schon auf die letztgenannten „Blauen Teufel“ als Gegner eingestellt, doch die „Königlichen“ aus Dresden hatten etwas dagegen. Durch einen 20:12 Sieg im Duell der „Elbstädter“ sicherten sich die Sachsen hauchdünn den vierten Platz in der Nordgruppe der GFL und lösten damit im letzten Moment das Ticket für das Viertelfinale.

Beide Vereine stiegen 2003 in die GFL auf, wobei sich anschließend unterschiedliche Leistungskurven ergaben. Die Monarchs aklimatisierten sich schnell in Deutschlands höchster Spielklasse und schlugen die Marburger in beiden Interconference Begegnungen, welche 2003 wiederum zunächst den unliebsamen Weg in die Relegation antreten mussten. In den letzten Jahren hat sich das Bild ein wenig gedreht, wobei die Dresdner – nach einer verkorksten Saison 2007 – inzwischen wieder mehr als konkurrenzfähig sind. Dies liegt zum einen sicherlich an der guten Arbeit des Trainerstabes um Head Coach Shuan Fatah, zum anderen aber auch an der guten Mischung aus jungen, talentierten Spielern wie Wide Receiver Radko Zoller und den Veteranen aus Nordamerika, die den „Monarchen“ ihren Stempel aufdrücken. Spielmacher Dylan Meyer von der Kansas State University zieht nach einer schwereren Verletzung inzwischen wieder die Fäden für die Offense und übergibt das Lederei gerne und oft an Tony Hollings einen der stärksten Runningbacks der GFL. Der EX-Profi aus der NFL brachte sein Team auch gegen Hamburg mit einem langen Touchdownlauf auf die Siegerstraße. In der Defense regiert „130-Kilo-Koloss“ Jag Bal die Line of scrimmage“ während Safety Lee Johnson und Cornerback Ronny Freudenberg die Passverteidigung zusammenhalten. Statistisch hat Dresden eine weitaus bessere Offense, aber gerade als es zuletzt auf die „Big D“ ankam, war die Verteidigung da.

Mercenaries Head Coach Sebastian Tuch erwartet dann auch ein enges Spiel in ungewohnter Umgebung. „Was den Platz angeht müssen beide Teams das Beste aus der sicherlich nicht befriedigenden Situation machen. Auf dem Rasen selbst wird aber immer noch Football gespielt und da erwarte ich eine deutliche Leistungssteigerung zu den beiden letzten Partien. Wir haben gezeigt, wie gut wir Football spielen können und nun ist der Zeitpunkt gekommen, das Maximum abzurufen“, so der Mann aus Hanau, der einen fast vollständig gesunden Kader zur Verfügung hat. Lediglich die Personalie Bruno Dorismond hat sich für die Mercenaries erledigt. „Bruno hat einen Try Out in den USA gehabt, den er unbedingt wahrnehmen wollte. Der Verein war darüber nicht glücklich, jedoch fehlte uns letztendlich eine Handhabe. Froh sind wir aber darüber, dass Hick Hack inzwischen beendet zu haben, denn die letztendlich in Stich gelassene Mannschaft wird die richtige Antwort geben“, ist sich Präsident Carsten Dalkowski sicher. Sean Cooper, Runningback in Diensten der Lahnstädter, freut sich jedenfalls auf die Begegnung und die Play Offs. „Wir spielen das ganze Jahr für nichts anderes. Diese Mannschaft kann viel mehr, als sie in den letzten zwei Spielen gezeigt hat.“ Darauf angesprochen gibt der Mann aus Texas sogar zu, dass die Niederlagen wahrscheinlich zum richtigen Zeitpunkt kamen. „Immerhin kann jetzt keiner mehr auf dem Platz stehen und glauben die Gegner lassen sich quasi im Vorbeigehen schlagen.“

Kick Off des Viertelfinales um die Deutsche Meisterschaft ist am 07.09.2008 um 15.00 Uhr im Stadion „Am Köppel“ in Cappel.