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24.09.2007: Endstation Braunschweig

Waren die Chancen auf einen Marburger Auswärtssieg in Braunschweig schon vor dem Kick-Off eher vorsichtig zu beurteilen, verringerten sich diese nach den ersten zwei Drives des Halbfinales um die Deutsche Meisterschaft noch einmal merklich. Runningback Jerod Void, der im letzten Aufeinandertreffen mit den Lions noch 157 Yards erzielt hatte, verletzte sich nach einem Tackle von Muk Khan so schwer, dass eine Rückkehr auf das Feld unmöglich wurde.

Damit wurde das Spiel der Mercenaries eindimensionaler , leichter auszurechnen und vor allem die gefürchtete Braunschweiger Defensive Line schlug mächtig Kapital aus den vermehrten Passspielzügen und den sich daraus zwangsläufig ergebenden „Pass Rushing Situationen“. Auf der anderen Seite des Balles verlor man Cornerback Christian Graw mit Verdacht auf Ellenbruch schon früh in der Partie. Am Ende hatte man sich nicht viel vorzuwerfen, außer vielleicht die Unkonzentriertheiten der Niedersachsen, die an diesem Abend im Stadion an der Hamburger Straße zahlreich waren, nicht gnadenloser ausgenutzt zu haben. Die 26:21 Niederlage jedenfalls entsprach letztendlich dem Spielverlauf, vor allem weil es die „Söldner“ über weite Strecken der zweiten Halbzeit nicht schafften, substantielle Drives auf den Rasen zu bekommen. Der Gast aus Hessen ging Mitte des ersten Viertels durch einen Touchdown von Markus van Daalen mit 7:0 in Führung, einer Phase in der sich schon abzeichnete, dass es größter Kraftanstrengung bedurfte, um Back- Up Runningback Johan Gerner den notwendigen Raum für seine Läufe zu verschaffen. Braunschweig selbst war zu diesem Zeitpunkt noch nicht richtig auf dem Platz. Vor allem die Receiver waren ihren wechselnden Quarterbacks keine wirkliche Hilfe und ließen einfachste Bälle fallen. Marburg fand jedoch kein Mittel, den Vorsprung auszubauen. Im Gegenteil gelang es dem wieder einmal extrovertierten und stets am Rande einer Flagge stehenden Kelvin Love, den Ausgleich herzustellen. Ein kurzer Slant von Dennis Zimmermann sorgte für das 7:7. Im zweiten Viertel legte die Offense um Joachim Ullrich wieder einen sehenswerten Drive hin, bei dem sich Marcel Duft für den „Löwenanteil“ der Yards verantwortlich zeigte und an dessen Ende ein 37 Yard Field Goal von Marc Biedenkapp stand. Doch das 10:7 hatte nicht lange Bestand. In einer turbulenten Schlussphase der ersten Halbzeit, überlief Kelvin Love zunächst die gesamte Marburger Secondary zum 13:10, bevor der anschließende Kick von den Marburgern geblockt und von Safety Maurice Banks über die gesamte Distanz zurückgetragen wurde. Die dafür im Regelwerk vorgesehenen zwei Punkte sorgten für den 13:12 Halbzeitstand.

Nach dem Wechsel kamen die „Löwen“ besser aus den Startlöchern. Ein langer Lauf des ansonsten blass gebliebenen französischen Runningbacks Laurent Marceline, sorgte für gute Feldposition innerhalb der Marbuger 10 Yard Linie von wo aus Quarterback Matthew Crockett zum 19:12 Zwischenstand vollendete. Der anschließende Extrapunkt wurde Opfer eines schlechten Snaps. In dieser Phase der Partie, in der sich Joachim Ullrich die einzige Interception des Abends leistete, tat sich auch die Schiedsrichtercrew durch einige seltsam anmutende Entscheidungen hervor, ohne jedoch eine der Mannschaften zu übervorteilen. Richtig spannend wurde es dann noch einmal im letzten Spielabschnitt. Dabei sah es nach dem 26:12 durch Jörg Heckenbach, der eine der augenscheinlichen Schwachstellen in Marburgs Defense – der tiefen Mitte – ausnutzte, überhaupt nicht mehr nach Spannung aus. Das dachte sich wohl auch Kelvin Love, der wieder sporadisch in der Defense eingesetzt wurde, seinen Arbeitstag zu diesem Zeitpunkt allerdings schon beendet zu haben schien. Anders ist nicht zu erklären, dass der US-Amerikaner seinen Gegenspieler Filip Pawelka zunächst völlig übersah und diesen Lapsus anschließend nicht mehr ausbügeln konnte. Ullrich erkannte die Situation sofort und bediente Pawelka zum 26:19. Doch damit noch nicht genug. Bis an die eigene Endzone zurückgedrängt, schlug Cedric Clarc, seines Zeichens „Sack Leader“ der GFL zu und kreierte einen Safety in der Endzone der Lions. Mit noch vier Minuten auf der Uhr und einem fünf Punkte Rückstand, bekamen die Mercenaries eine letzte Chance das eigentlich bereits verlorene Spiel noch zu drehen. Doch es sollte nicht sein. Bezeichnenderweise war es die niedersächsische Defensive Line, welche den Sieg der Hausherren mit einem Sack bei ausgespieltem vierten Versuch endgültig sicherstellte.

Nach der Partie gab Head Coach Brad Arbon in einer emotionalen Pressekonferenz seinen Rücktritt bekannt. Die enttäuschten Gesichter der Spieler klärten sich bald auf, hatte man doch alles auf dem Platz gelassen und trotzdem gegen die zur Zeit beste Deutsche Mannschaft verloren. Die Lions fahren nun zum German Bowl nach Stuttgart, um sich mit den heimischen Scorpions zu messen. Eine Partie in der sie, ohne Zweifel, wieder als absoluter Favorit gelten.