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13.08.2007: Der Südmeister ist noch möglich

(atb.) Das Positive gleich vorweg: mit einer ihrer besseren Saisonleistungen haben die Marburg Mercenaries die letzte, theoretische Chance am Schopf gepackt, vielleicht doch noch – dann zum vierten Mal in Folge – den Titel des Südmeisters in die vereinseigene Vitrine stellen zu können. Der 28:21 Sieg gegen den direkten Konkurrenten aus Stuttgart war dabei der erste Schritt und dennoch sind die Marburger nunmehr auf die Schützenhilfe der Hamburg Blue Devils angewiesen. Nur wenn die Nordlichter das Nachholspiel gegen die Schwaben siegreich gestalten, klappt es noch mit dem erhofften Titel. Die zugegebenermaßen höchst hypothetischen Zahlenspiele einmal bei Seite gelassen, freuten sich die „Söldner“ über ein ordentliches Spiel mit einem überragenden Jerod Void als Ballträger und einer Defense, die zumindest gegen das gefürchtete Laufspiel der Scorpions über weite Strecken der Partie sehr gut aussah.

Nach einem ersten Viertel ohne Punkte war es zunächst der aktuelle Tabellenführer der GFL Gruppe Süd welcher zuschlug. Ganz in der Tradition der Stuttgart Scorpions wurde Runningback Patrick Geiger, der als erster Spieler der laufenden Saison die 1000 Yard Marke knackte, mit dem Ei unter dem Arm auf die Reise geschickt, bevor er 17 Yards später - nach bekannt guter Blockarbeit seiner Offensive Line - in der Endzone der Marburger ankam. Doch auch die hessischen Gastgeber hatten sich jetzt gefunden. Das Passspiel von Quarterback Joachim Ullrich war zwar nicht immer spektakulär, dafür vermied der Mann aus Erlensee bei Hanau aber auch die groben Schnitzer der vorangegangenen Spiele. Einer von Ullrichs zielgenauen Pässen fand Receiver Marc Biedenkapp der den zwischenzeitlichen 7:7 Ausgleich herstellte. Stuttgart zeigte sich unbeeindruckt. Angeführt vom immer noch sehr wendigen Ira Vandever überbrückte man Yard um Yard, bevor Tony Avella aus 8 Yards vollenden konnte. Marburg setzte jetzt alles auf eine Karte und spielte 16 Yards vor der Endzone der Porsche Städter einen vierten Versuch aus. Mit Erfolg. Wiederum Biedenkapp stieg hoch, spielte seinen Größenvorteil aus und fing den Ball, so dass es mit einem 14:14 Remis in die Kabinen ging.

Nach dem Wechsel zeigten sich die Gastgeber hellwach. Offensichtlich hatte man bei der Halbzeitanalyse Schwachstellen in der Scorpions Defense gefunden, die nun immer wieder durch kurze „Screen Pässe“ ausgenutzt wurden. Noch bevor sich die Mannschaft von Head Coach Tom Ross wirklich auf diese Art der Offense einstellen konnte, war es schon zu spät. Marcel Duft nahm einen Pass von Ullrich auf, umkurvte die Linebacker und war auch von den hinzueilenden Safeties nicht mehr zu stoppen. Runde 25 Yards später hatten die Mercenaries ihre erste Führung der Partie erzielt, die sie bis zum Schlusspfiff nicht mehr abgeben sollten. Schon im nächsten Drive der Gäste dann die Chance den Sack endgültig zuzumachen. Nach geblocktem Punt durch den starken Kellen Pruitt, schaffte man es in vier Versuchen nicht, die Endzone zu erreichen. Allerdings war dies auch der einzige Zeitpunkt zu dem die Schwaben Runningback Jerod Void wirklich in den Griff bekamen. Der Mann von der Purdue University zeichnete sich neben dem nächsten Touchdown auch für insgesamt 180 Yards und damit für den Löwenanteil der Marburger Offense verantwortlich. Aus 28 Yards vollendete Void in bekannt kraftvoller Manier, nachdem die eigene Defense zuvor einen Fake Punt der „Skorpione“ zunichte gemacht hatte. Der nun etwas komfortablere Vorsprung von 28:14 sollte indes nicht lange Bestand haben. Eine Unaufmerksamkeit in Marburgs Pass Defense führte dazu, dass Vandever seinen Receiver Schäufelin über 52 Yards fand und somit auf 28:21 verkürzen konnte. Doch es war zu spät. Zwar erhielten die Schwaben noch einmal das Angriffsrecht, aber die Defense zeigte sich auf der Hut und konnte auch den letzten Lauf von Vandever bei ausgespieltem vierten Versuch stoppen.

Die knapp 1000 Zuschauer im Georg-Gaßmann-Stadion gingen zufrieden nach Hause, hatten sie doch ein sehr ausgeglichenes, spannendes Spiel gesehen welches die Hintertür zur Südmeisterschaft zumindest einen Spaltbreit offen gelassen hat.