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05.07.2007: Jo’s Tagebuch vom 5. Juli

(2:41 Frankfurt / 9:41 Japan) Das Flugzeug hat die drahtlose Attacke überlebt. Die PSPs von Max und Nommi (Andreas Nommensen, Hamburg Eagles) nicht. Sie waren gerade am Boise State gegen irgendwen spielen, als beide PSPs abgeschmiert sind. Tschuldigung!

Mittlerweile sitzen wir im Bus Richtung Stadion, damit wir direkt um 11:30 trainieren können. Super! Unser Attaché Yuko, ebenfalls zierliche Japanerin (sind die hier irgendwie alle im Vergleich zu uns) erwartete uns schon nach dem Baggage Claim. Im Bus hieß es dann „You now have a two hour ride to PLACTICE!“. Diese Gelegenheit nutze ich direkt, um Marcel Duft eine vernichtende Niederlage im Traktoren Quartett beizubringen. Dafür musste ich noch im Flieger eine herbe Niederlage gegen Marc Biedenkapp im Caveman auf dem Air France Sitzmonitor einstecken. Er war mit den 26 Leveln ca. 15 Minuten vor mir fertig. Verdammt! Aus dem Schlafen wurde leider nichts im Flugzeug, da mich der Spiele-Ehrgeiz gepackt hat. Endlich mal Zeit für so was. Das gab es im stressigen Referendarsalltag noch gar nicht. Da begeistert man sich sogar wieder für Caveman & Co. Bei „Wer wird Millionär“ in der britischen Version habe ich es immerhin 3x bis zu den 64.000 Pfund geschafft. Da konnte selbst Herr Biedenkapp nicht mithalten - dafür aber der französische Nachbar auf der anderen Seite des Ganges. Bei ihm erspähte ich sogar einmal die 250.000 - Allerdings in der für ihn heimischen, französischen Version. Außerdem wurde ich abgelenkt von meiner Sitznachbarin, die immer wieder im Schlaf ihren Kopf auf meine Schulter fallen ließ. Wenigstens musste so ihr Nacken nicht so schlimm leiden. Der erste Eindruck von Japan ist folgender: schwül, sehr sauber, schwül, sehr organisiert, schwül, sehr viel Stahl & Beton und zwischendrin wunderschöne, saftig grüne Laubbäume (wahrscheinlich weil es so schwül ist), für deren Schönheit Marcel leider keinen Sinn zu haben scheint. Der interessiert sich mehr für sein Handy, dass trotz der Aussage von Herrn Huber „Ich habe noch kein deutsches Handy gesehen, dass in Japan funktioniert hat!“ tadellosen Empfang hat. Aber ist ja leider zu spät, um zu hause anzurufen. Die Stadtautobahn führt uns genau auf Höhe des vierten Stockwerks kilometerlang durch die City von Tokyo. Hier möchte ich nicht wohnen. Den Balkon genau 3 Meter von der Leitplanke weg. Sehr eng bebaut ist noch untertrieben. Bevor ich noch mehr Dinge in den Laptop tippe, die niemand interessieren und dazu noch aus Übelkeit in den Bus breche, melde ich mich lieber erst später wieder. (12:18) Die Luftfeuchtigkeit ist ja fast so schlimm wie in Bombay. Das Training lief wie in Zeitlupe ab. Bloß nicht zu schnell bewegen bei dem Wetter und nachdem man 24 Stunden auf den Beinen ist. (19:53) Leider gab es ein kleines Problem mit den versprochenen Lunchpaketen, was den japanischen Organisationsgenies sichtlich peinlich war. Dafür gab es 1300 Yen (ca. 9€) bar auf die Kralle und wir wurden in den McDonalds in der Nähe des Hotels geschickt. Kein schlechter Tausch, denn bei der goldenen Schwalbe gibt’s hier ne Ecke mehr für’s Geld, so dass alle satt geworden sein sollten. Die 5cm-Kakalake, die wir unter dem Tisch entdeckt haben, wahrscheinlich auch. Danach zumindest Zeit für eine Stunde Mittagsschlaf, bevor es schon wieder für 20 Minuten raus mit Georg in den Park/Spielplatz vorm Hotel ging. Ich glaube heute haben ihn einige wirklich gehasst, denn wir wünschen uns einfach nur Schlaf. Die Coaches tun aber alles, um uns bis heute Abend wach zu halten, damit wir uns an den Rhythmus anpassen. Neben dem Spielplatz befindet sich eine Schule – übrigens mit 25m Schwimmbecken auf dem Dach, wie ich von meinem Hotelzimmer im 8. Stock sehen kann. Anscheinend wird hier konsequent die Ganztagsschule praktiziert, denn wir hatten ziemlich schnell Zuschauer in Form von ca. 40 Schülerinnen und Schüler, die um 17 Uhr wohl noch Sportunterricht hatten. Alle einheitlich gekleidet in Schulsportuniform mit Basketbällen bzw. in Judoanzügen. Habe gerade erfahren, dass für morgen ein Schulbesuch  geplant war, der aber leider ausfallen muss. Sehr schade! Das Hotel ist 1A – sehr groß, recht nobel und fast jeder hat ein Einzelzimmer in angemessener Größe (ca. so groß wie unser Doppelzimmer in der Sportschule). An jeder Zimmertür gibt es eine Türklingel! Ich kann wählen, ob die Klimaanlage „High“, „Medium“ oder „Low“ laufen soll. Ich habe ein TV mit 12 Programmen, von denen ich nur BBC verstehe. Außerdem sitze ich gerade bequem an meinem Schreibtisch und muss nur das Netzwerkkabel einstöpseln, um kostenlos ins Internet zu kommen. Aber der Clou befindet sich im Bad, welches entgegen allen Befürchtungen auch nicht zu klein ist und sogar über ein eigenes Telefon  verfügt. Die Toilette besitzt ein paar Zusatzfunktionen. Nachdem ich die „Operating Instructions“ gelesen hatte, wurde mir klar, dass das was die Inder nach dem Geschäft mit einem kleinen Eimerchen und der linken Hand erledigen, in Japan von einer vollautomatischen Brausefunktion von unten übernommen wird – wahlweise „front wash“ oder „back wash“. Total coole Erfindung! Ich bin ernsthaft am überlegen, ob ich mir hier ein Kloschüssel kaufe. Sehr hygienisch diese Asiaten. Auch das Essen besteht nicht nur aus dem Standard „Western Menu“ Spaghetti Napoli, sondern dazu gibt es noch Gulasch, Lachs, frittiertes Hühnchen, Rindfleisch, Kartoffeln, super Reis, Sauerkraut!, Gemüse, Brot, Marmelade, Kaffee, Salad, frische Ananas, Melone und Zitrone und ein paar Sachen, die mir jetzt nicht mehr einfallen. Schmeckt fast wie daheim in der Sportschule. Gleich ist noch Offense Meeting und dann gehe endlich schlafen - nach knapp 40 Stunden auf den Beinen. Übrigens gab es einige, deren Namen ich nicht nennen will, die den verwegenen Plan hatten, sich die Nacht vor der Abreise mit Pokern wach zu halten, um dem Jetlag zu entgehen. Dieser Plan ging voll nach hinten los, denn sie haben jetzt 64 Stunden auf dem Buckel.