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09.10.2006: Das Sahnehäubchen blieb versagt

(atb). Bei ihrer ersten Teilnahme am German Bowl, mussten sich die Marburg Mercenaries den heimischen Lions aus Braunschweig mit 31:13 geschlagen geben. Rund 17.000 Zuschauern wurden Zeuge davon, dass die Braunschweig Lions – abgesehen von einigen unnötigen Strafen – ein fast fehlerloses Spiel hinlegten, während die Mercenaries in den entscheidenden Situationen patzten. Rückblickend fiel die Entscheidung bereits im zweiten Viertel, in dem den Löwen 15 „unanswered points“ gelangen, die Marburger etwas von ihrem Spielsystem abrückten und diesem Defizit letztendlich dem Rest der Partie hinterherliefen. Die gut eingestellte und physisch sehr dominante Braunschweiger ließen eine Aufholjagd indes nicht mehr zu und verteidigten ihren Deutschen Meistertitel verdient.

Das Spiel begann gut für die Mannschaft von Head Coach Brad Arbon. Zwar gingen die Lions durch ein 38 Yard Field Goal von Kicker Steffen Dölger zunächst 3:0 in Führung, in der Folgezeit gelang es den Hessen aber immer besser Zeit und Gegner zu kontrollieren. Ein gut aufgelegter Gerome Castleberry fand immer wieder die entscheidende Lücke, und als Ex-Löwe Marcel Duft den ersten Touchdown der Partie zum 3:6 erzielte, keimte bei den Marburgern früh Hoffnung auf, den amtierenden Deutschen Meister vielleicht kippen zu können. Dies umso mehr, als die Defense der Lahnstädter die Hausherren anschließend zu einem Punt zwang und das Angriffsrecht erneut auf die Offense um Joachim Ullrich wechselte. Was dann geschah beschrieb Head Coach Brad Arbon nach dem Spiel mit der einfachen Formel: „Wir haben gezockt und verloren.“ Was war passiert ? Ein eigens für dieses Spiel trainierter „Double Reverse“ Spielzug mit folgendem Pass war gründlich in die Hose gegangen, da die Secondary der „Löwen“ nicht mitspielte. Der Pass von Wide Receiver Marc Biedenkapp wurde von Oliver Flemming abgefangen. So nett beschenkt ließen sich die Braunschweiger dann auch nicht lange bitten. Kelvin Love und Bruce Molock sorgten noch vor der Pause mit zwei Touchdowns für eine 18:6 Führung.

Nach dem Wechsel hatten sich die „Söldner“ wieder gefangen und besannen sich auf ihre Tugenden. Insgesamt 70 Yards marschierte die Offense über das Feld, bevor Gerome Castleberry kraftvoll aus 8 Yards vollendete. Doch Braunschweig schlug zurück. Angefeuert von einem Großteil der beeindruckenden Kulisse, bediente Spielmacher Adrain Rainbow seinen erfahrenen Wide Receiver Jörg Heckenbach mit einer wahren Bogenlampe, die die Marburger Passverteidigung auf dem falschen Fuß erwischte. Zwischenstand nunmehr 25:13, doch die Hessen hatten sich noch nicht aufgegeben. Zwar wurde ein Field Goal Versuch von Kicker Patrick Wolff zunächst geblockt, aber auch die Lions brachten anschließend nichts Zählbares zustande, so dass das Angriffsrecht wieder per Punt wechseln sollte. Sollte, denn dazu kam es nicht. Returner Marcel Duft unterlief bei dem Versuch das Ei aufzunehmen ein Fumble, der umgehend von den Braunschweigern gesichert werden konnte. Geradezu greifbar war die Verzweifelung an der Marburger Seitenlinie, wohl schon in dem Bewusstsein, dass die Partie damit endgültig verloren war. So kam es dann auch. Steffen Dölger erzielte ein weiteres Field Goal und die „Söldner“ wurden beim Ausspielen eines vierten Versuchs von der Defense der Lions, aber auch von der inzwischen unglaublichen Lautstärke im Stadion an der Hamburger Straße, gestoppt. Schlusspunkt des Spiels war Dölgers drittes Filed Goal an diesem Tag zum Endstand von 31:13.

Hängende Köpfe wichen nach der Siegerehrung bereits der Gewissheit, eine tolle Saison gespielt zu haben. Die Krönung fehlte, jedoch wird diese Mannschaft, die zusammenbleiben will, nächstes Jahr wieder neu angreifen und die Fühler nach dem „German Bowl“ ausstrecken.