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05.10.2006: Vorfreude auf das Spiel der Spiele

(atb). Wenn am kommenden Samstag den 07. Oktober um 18.00 Uhr der German Bowl angepfiffen wird, reiben sich etliche Marburger wohl immer noch ungläubig die Augen. Rückblende: Gerade einmal drei Jahre ist es her, dass die Mercenaries durch zwei Siege in den Relegationsspielen gegen die Munich Cowboys in die höchste Spielklasse des American Football in Deutschland aufstiegen. Nachdem man 2003 noch viel Prügel einstecken musste, folgten zwei Halbfinalteilnahmen in Folge bevor dann in dieser Saison die Tür zum Endspiel eingetreten wurde. „Eine solch rasante Entwicklung konnte natürlich niemand vorausahnen, aber wir stehen dieses Jahr zurecht im German Bowl und werden jetzt alles daran setzen, den Pott in den Süden zu holen“, so Carsten Dalkowski, der als Präsident der „Söldner“ sicherlich als einer der Väter des Erfolges bezeichnet werden muss.

Ginge der Pokal tatsächlich in den Süden, wäre dies nach 13jähriger Dominanz der Nordteams, eine von vielen erhoffte Abwechslung. „Uns sind in den letzten Wochen Glückwünsche und Sympathiebekundungen aus dem ganzen Land, teilweise sogar aus Österreich, zugegangen, so dass die Hoffnung besteht trotz Austragungsort in Braunschweig etliche Footballfans auf unserer Seite zu haben, die zumindest für einen Tag zu Mercenaries Fans werden“, sagt Vorstandsmitglied Matthias Dalwig, der ebenso wie etliche Hundert Marburger die Fahrt nach Niedersachsen antreten wird. Dort erwartet Spieler und Fans neben einer recht ungewohnten Kulisse von 15.000 – 20.000 Zuschauern auch ein umfangreiches Rahmenprogramm mit so kulinarischen Highlights wie einem „Burger Wettessen“ oder auch drei Live Acts von mehr oder minder bekannten Cover Bands.

Sportlich handelt es sich bereits um das dritte Kräftemessen mit den Braunschweig Lions in dieser Saison, wobei beide Mannschaften ihre Heimpartie – übrigens ebenso wie in der letzten Spielzeit – gewinnen konnten. Trockener Kommentar von Offensive Tackle Frank Basting: „Gut, dass wir dieses Mal nicht wirklich auswärts spielen“, der darauf anspielt, dass die Hessen zumindest nominell als Heimteam des German Bowl geführt werden. Head Coach Brad Arbon, der nach eigenem Bekunden vor dem bisher wichtigsten Spiel seiner Trainerkarriere steht, bereitet sich nunmehr bereits seit zwei Wochen akribisch auf den Gegner vor. Direkt nach dem Halbfinalsieg gegen die Hamburg Blue Devils wurde innerhalb des Trainerstabes begonnen, an einer Taktik zu feilen, die den amtierenden Deutschen Meister zu Fall bringen soll. „Die Lions sind schwer zu schlagen, aber wer im Endspiel ist will auch gewinnen. Wir werden jedenfalls nichts unversucht lassen, um Marburg einen Meister zu bescheren“, so der erst 30jährige Amerikaner, der schon oft bewiesen hat, in den entscheidenden Momenten immer noch einen Trumpf im Ärmel zu haben.

Bei der Umsetzung des Zieles soll ein Kader helfen, der im Vergleich zum Halbfinalsieg nahezu unverändert ist. Ausfallen wird lediglich Offensive Guard Marc Spear, der sich im Halbfinale den Ellenbogen ausgekugelt hat. Die Blessuren von Marcus Whalen und Eugen Heidt dürften hingegen auskuriert sein, so dass eigentlich zum ersten mal in dieser Saison das „Two Headed Monster“, bestehend aus den Runningbacks Castleberry und Whalen, vollständig gesund auflaufen wird. „Ich kann dieses Finale gar nicht mehr abwarten“, so ein kampfbereiter Castleberry, der nach holpriger Saison nunmehr hofft dem Spiel „welches ein wichtiger Grund war nach Deutschland zurückzukehren“, seinen Stempel aufdrücken zu können. Interessant wird weiterhin sein, wie die Marburger Defense das vielseitige Angriffsspiel der Löwenstädter mit einem Top Runningback in Bruce Molock und vielen guten Receivern eindämmen will. Defensive Coordinator Sebastian Tuch jedenfalls wollte sich auch auf Nachfrage nicht in die Karten schauen lassen. „Wir müssen versuchen die Lions zu überraschen und zu Fehlern zu zwingen, für die Quarterback Adrian Rainbow eigentlich nicht bekannt ist. Mal sehen ob uns das gelingt“, so der Hanauer, der ebenso wie der überwiegende Teil der Mannschaft zum ersten Mal im German Bowl steht. Ausnahmen hiervon bilden lediglich Wide Receiver Marcel Duft und O-Liner Andre Mathes, die noch im vergangenen Jahr das Trikot der Löwen trugen. „Die Erfahrung ist sicherlich auf Seiten der Braunschweiger, aber die Kulisse wird uns beflügeln. Wir haben nichts zu verlieren und sind deshalb wahrscheinlich unbeschwerter als der Favorit“, so Mathes zu dem „Erlebnis German Bowl“.

Getreu dem Motto des Teams „Ain`t no mountain high enough“, soll nunmehr auch der letzte Berg bestiegen werden. Es wäre das Ergebnis eines kontinuierlichen, wenn auch rasanten, Aufstiegs eines Teams, dass inzwischen im Kreis der großen Footballmannschaften Deutschlands angekommen ist.

Kick Off der Partie ist am Samstag den 07.10.2006 um 18.00 Uhr im Stadion an der Hamburger Straße in Braunschweig.