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21.05.2006: EFAF Cup für die Mercenaries vorbei

(atb). Die Parallelen zum verlorenen Spiel in Braunschweig waren zu offensichtlich, um sie zu ignorieren. Auch im Viertelfinale des EFAF Cups gegen die Graz Giants aus Österreich, spielten die Mercenaries über weite Strecken der Partie ohne den letzten Biss, und wie am letzten Wochenende vergab man auch in diesem Spiel den Ausgleich kurz vor Schluss. Tragischer Held war erneut Kicker Patrick Wolff, der ein Field Goal aus 28 Yards links vorbei schoss, welches die Marburger in die Verlängerung gerettet hätte. So stand am Ende ein verdienter Sieg der Gäste aus Graz. Nicht zwangsläufig ein Sieg der besseren Mannschaft, aber ein Sieg der Moral und des Einsatzes. Tugenden, ohne die Footballspiele einfach nicht zu gewinnen sind.

Dabei hatte alles so harmlos begonnen, an diesem nasskalten Sonntag in Marburg. Die Hausherren setzten zuerst ein Zeichen, als der erneut starke Receiver Marc Biedenkapp von Quarterback Ullrich aus 35 Yards bedient wurde. Nach dem Extrapunkt von Wolff stand es 7:0, doch schon zu diesem Zeitpunkt konnte man förmlich spüren, dass die Giganten aus dem Nachbarland auf einen Sieg brannten. Wide Receiver Jeremy Bohannon sorgte dann auch postwendend für den Ausgleich, als er mehrere Tacklingversuche der Marburger Defense – die an diesem Tage oft daneben griff - ins Leere laufen ließ, um aus 50 Yards zu vollenden. Nun waren wieder die „Söldner“ am Zuge. Eine Einzelaktion von Gerome Castleberry brachte die erneute 14:7 Führung, die man aber noch vor der Pause wieder verlor. Zwei Touchdowns durch den kraftvollen Darvin Lewis, jeweils aus 3 Yards, sorgten für eine 21:14 Halbzeitführung der Gäste, wobei vor allem der letzte Drive mit freundlicher Unterstützung Marburger Disziplinlosigkeiten zustande kam.

Wer erwartet hatte nach dem Wechsel ein verändertes Spiel vorzufinden sah sich getäuscht. Lautstark angefeuert von ihren mitgereisten Fans glückte Christoph Kipperer ein Field Goal aus 31 Yards, welches den Vorsprung auf 24:14 schraubte. Was nun folgte war die beste Phase im Spiel der Mercenaries. Zunächst war es Marc Biedenkapp der sich über seinen zweiten Touchdown des Tages freuen konnte, bevor Markus Glock nach einem zuvor eroberten Fumble zuschlug. (28:24) Das Blatt schien sich endgültig zugunsten der Hessen zu wenden, als Outside Linebacker Mike Overly eine Interception gelang. Doch die Offense um Ullrich, bei dem sich Licht mit drei Touchdown Pässen und Schatten mit zwei Interceptions die Waage hielten, versäumte es den Sack endgültig zuzumachen. Stattdessen musste man das Angriffsrecht mittels Punt wieder an die Giants abtreten, die daraus prompt Kapital schlugen. Ein langer Pass von Quarterback Cross fand Jeremy Bohannon in der Marburger Endzone zum 31:28 für die Gäste. Was nun folgte war der eingangs bereits erwähnte Fehlschuss aus 28 Yards, der den Mercenaries auch die letzte Chance raubte in diesem Spiel noch einmal punkten zu können. Ein „Abknien“ der Grazer beendete die Partie und ein aus österreichischer Sicht perfektes Wochenende. Denn auch die anderen Duelle in den europäischen Wettbewerben waren für die Teams aus der Alpenrepublik siegreich ausgegangen.

Die Mercenaries haben nunmehr ein spielfreies Wochenende, bevor es am 03.06. nach Saarland zu den Hurricanes geht. Vor der Mannschaft vorn Head Coach Brad Arbon liegt viel Arbeit, muss man doch vor allem wieder an den grundlegenden Dingen des Footballsports arbeiten. „Football kann so einfach sein, wenn jeder seine Aufgabe mit Leidenschaft und Herz erfüllt. Das habe ich heute vermisst“, so der US- Amerikaner, bevor er wie zuvor die 600 Zuschauer enttäuscht das Stadion verließ.